Mama Kin-Auf den Spuren von Aerosmith?

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“Man mag es angesichts unseres Bandnamens kaum glauben, aber eigentlich sind wir gar nicht so sehr von Aerosmith beeinflusst wie viele vielleicht denken.”, lautet die Antwort des Mama Kin-Sängers Ward auf diese Frage.”Unsere größeren Einflüsse sind Ratt, Def Leppard und natürlich Kiss.”
Das der Kiss-Einfluss allerdings am größten ist können die vier Jungs aus Schweden auch nicht abstreiten. Zum einen klingt Sänger Ward an manchen Stellen wie sein großes Vorbild Paul Stanley und zum anderen gibt es in ihren Songs viele Ähnlichkeiten mit denen der New Yorker in ihrer unmaskierten Phase.

mk_interview_04So hätte zum Beispiel Too Much auch ohne Probleme auf Animalize oder Asylum seinen Platz gefunden, schließlich hat dieser Track das Format eines Thrills In The Night.
“Ha, cool, dass du ausgerechnet Animalize und Asylum erwähnst! Diese beiden Alben sind unsere absoluten Lieblings Kiss-Scheiben! Dazu noch dieses Lied, Thrills In The Night, welches wirklich eins meiner absoluten Lieblingslieder ist. Wir haben sogar eines unserer frühen Demos nach einem Text-Ausschnitt benannt; Passion Taking Over.”
Da Mama Kin so sehr auf den Kiss-Sound der Achtziger abfahren und stark von ihm beeinflusst sind, verwundert es auch nicht weiter, dass Too Much ihre favorisierte Nummer auf dem Album ist.
Too Much ist definitiv unsere Lieblingssong auf dem Album und ich gebe dir Recht das er ein bisschen nach Thrills In The Night klingt.”
Aber auch Fans des klassischen Kiss-Sounds kommen mit In The City auf ihre Kosten, denn mit You gibt es einen Song der auf einem Riff basiert das stark an Mr.Speed erinnert und dazu gibt es ein Solo wie der Spacemen Ace Frehley es nicht besser hinbekommen hätte.

Sichert sich You Position 2 eurer Lieblingssongs oder gibt es da noch andere die ihr vorziehen würdet?
You ist auch der Lieblingssong vieler Fans. Wie ich gerade schon sagte, ist unser Too Much, aber danach einen zweiten zu benennen ist schwer. Viele der Songs gibt es schon eine ganze Weile, wie zB Champagne, Chicks & Rock’nRoll. Das ist der erste Song den wir zusammen geschrieben haben! Auf jeden Fall haben sie sich alle in unsere Herzen gespielt und da müsste ich erst einmal etwas länger überlegen!”

mk_interview_02Champagne, Chicks & Rock’n'Roll wurde demnach im Jahr 2001 geschrieben, dem Gründungsjahr der Band. Obwohl die Band jetzt schon fast eine Dekade lang existiert, war es ihnen einfach nicht möglich ihr Debüt früher zu veröffentlichen.
“Wir hatten schon vor unserem jetzigen Deal mit Leon Music einige Angebote, aber diese Deals waren alle nicht das Wahre – bei einigen hätten wir sogar die Rechte an unseren Songs abgeben müssen. Viele Labels sind auch nicht bereit Geld in ihre Künstler zu stecken. Bisher haben wir immer alles selber gemacht und viel dadurch gelernt, doch der Deal mit Leon Music kam genau zur richtigen Zeit. Wir waren bereit für ein Album und sie stehen hinter uns, außerdem sind sie auch bereit etwas zu investieren.”
In The City kommt auch in Deutschland sehr gut an und seit dem Release des Albums hat sich der Name Mama Kin nicht nur im Underground sehr gut verbreitet. Viele Fans sind heiß darauf, euch einmal Live zu erleben.
“Auch wenn ich mich jetzt wie ein Arschkriecher anhöre, aber in Deutschland zu spielen ist schon seit einiger Zeit ein großer Traum von uns und unser nächstes Ziel. Wir verhandeln derzeit mit einigen Booking-Agenturen bei euch und wir hoffen das wir es irgendwann im Verlauf des nächsten Jahres (2010) zu euch schaffen werden.”

mk_interview_03Mama Kin Live zu sehen ist sicher auch etwas anderes als sie auf Platte zu hören, zumal die Jungs auch einige heiße Cover spielen.
“Der große Unterschied ist natürlich das wir Live um einiges dreckiger und rauher sind. Wir haben zwar Teile von In The City in Live-Sessions aufgenommen, aber natürlich bekommt man damit nie den gleichen rohen, erdigen Sound hin wie auf der Bühne. Wir bemühen uns immer eine richtige Party anzuheizen und die Leute in Stimmung zu bringen. Ein paar Cover bringen wir natürlich auch, aber nie irgendwelche allzu offensichtlichen Nummern. Okay, bei Kiss-Songs ist das natürlich schwer, ha.”
Derzeit gibt es viele Glam-, Sleaze- und Wer-Weiß-Was-Bands in Schweden. Die Szene explodiert gerade zu und leider ist auch viel Müll dabei. Zunächst hielt ich auch Mama Kin für eine weitere dieser Schweden-Bands und nur auf das Drängen eines Freundes hin machte ich mir Mühe sie mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
“Ja, die Szene ist derzeit wirklich recht überschwemmt und es gibt viele schlechte Bands hier. Allerdings habe ich lieber 1000 Möchtegern-Sleaze Bands als den Scheiß, der im Radio läuft. Es gibt hier ja auch viele gute Bands, die ein bischen Airplay verdient hätten um bekannter zu werden.”
Auch Mama Kin wissen, dass es sich auf unserer Website hauptsächlich um das alltägliche Leben eines Rock’N'Rollers dreht und natürlich haben auch sie eine schöne Story für uns auf Lager.

mk_interview_01“Wir spielten einen Gig in Stockholm und danach war nicht gerade viel los dort. Da wir zu der Zeit auch ziemlich pleite waren, zogen wir es vor anstatt in eine Bar zu gehen uns paar Bierchen in einem Laden zu kaufen und uns irgendwo auf die Straße zu setzen. Nachdem wir ein paar Biere gezischt hatten, führte eins zum anderen und ich filmte Edwin dabei wie er es mit einem Briefkasten treibt. Zuhause habe ich das Video auf meinen Rechner geladen und es mit Porno-Musik unterlegt. Ich sage euch, das Ganze ist verdammt sexy und eines Tages werde ich es vielleicht sogar veröffentlichen!”
Wir bedanken uns bei Mama Kin für dieses Interview und wollen ihnen das letzte Wort überlassen. Vorher musst ich sie aber noch ein letztes Mal mit einem meiner Vergleiche nerven: Ist der Telefon-Anruf am Anfang von Mrs. Operator ein kleiner Tribut an den Ratt-Song Got Me On The Line?
“Ja! Absofort steht ihr im Mama-Kin Cool Book! Wir sehen uns 2010 und checkt unsere Homepage oder unsere MySpace-Seite für News! We Love You!”

www.mamakin.se // www.myspace.com/mamakin

3 thoughts on “Mama Kin-Auf den Spuren von Aerosmith?

  1. Well I found this on Digg, and I like it so I dugg it!

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