Vains Of Jenna-The Art Of Telling Lies

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Vor ziemlich genau drei Jahren erschien das Debuet-Album Lit Up/Let Down des Quartetts aus Los Angeles, produziert von Ex-Gunner Gilby Clarke. Das Ding schlug innerhalb der Szene ein wie eine Bombe und viele sahen in ihnen die Retter des guten alten Sleaze-Rocks der Marke Guns N’Roses und L.A. Guns.

voj_taotl_01The Art Of Telling Lies macht eigentlich genau dort weiter, wo Lit Up/Let Down aufhörte. Okay, das Album wurde durch zwei Akustik-Songs beendet, doch der Opener des neuen Albums, Everybody Loves You When You Are Dead, steht ganz in der Tradition des ersten Longplayers. Der Song ist zu vergleichen mit den Gassenhauern Get On The Ride oder Baby’s Got A Secret des Debüts.
Nach diesem Hammersong empfindet man die restlichen neun Tracks beim ersten Hördurchgang als eher durchschnittlich, doch gibt man den Songs ein bisschen Zeit zum Zünden und führt sie sich öfters zu Gemüte, entfalten auch sie ihr Hitpotential. Besonders hervorzuheben sind hier der Midtemporocker Refugee, das mit einem tollen ruhigen Anfang ausgestattete Paper Heart und das flotte I Don’t Care.

voj_taotl_02Auch die beiden Singles Get It On und Enemy In Me, zu denen es auch Videoclips gibt, gehen gut zur Sache und brennen sich nach kurzer Zeit unweigerlich in die Gehörgänge ein.
Ein weiterer Singlekandidat ist das etwas gediegene I Belong To Yesterday, lediglich mit dem Titeltrack The Art Of Telling Lies werde ich einfach nicht richtig warm.
Einen Bonuspunkt fährt sich die Scheibe durch die geilen Gitarren ein, es gibt unglaublich viele gute Soli auf dem Album.
Vains Of Jenna legen mit The Art Of Telling Lies ein gutes zweites Album vor, das für meinen Geschmack nicht ganz an das grandiose Debüt heran kommt, aber bisher wächst das Album für mich mit jedem Durchlauf. Vielleicht hat The Art Of Telling Lies ja doch das Zeug dazu, ein Klassiker der Neuzeit zu werden?

Facts

  • Release: 17 August 2009
  • Label: RLS Records
  • Format: Download / CD
  • Songs: 10
  • Spielzeit: 43:48 Min
Links

Tracklist

  • 01. Everybody Loves You When You’re Dead
  • 02. Mind Pollution
  • 03. Refugee
  • 04. I Belong To Yesterday
  • 05. Paper Heart
  • 06. Get It On
  • 07. Enemy In Me
  • 08. Better Off Alone
  • 09. I Don’t Care
  • 10. The Art Of Telling Lies

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5 thoughts on “Vains Of Jenna-The Art Of Telling Lies

  1. Danny says:

    Stimmt, aber die Jungs von VoJ sind mitlerweile wohnhaft in L.A. ;-)

  2. SR says:

    Vains of Jenna ist übrigens keine Band die aus LA stammt. Die Jungs kommen aus Falkenberg, einem kleinen Ort an der schwedischen Westküste.

  3. Eric Eric says:

    Hehe ich sehe das ganze ja noch anders als Firefly & Danny. Ich fand das Debüt richtig geil, eben weil es so dreckig produziert war. Das hatte Flair! Das neue Album kommt halt irgendwie nicht mit soviel Rotz daher… und deswegen hat es bei mir am anfang so gut wie gar nicht gezündet. Wenn man dem Album dann halt etwas Zeit gibt, dann entwickeln sich auch die anderen Songs und ich denke 3 von 5 ist absolut gerechtfertigt. sowas muss man erstmal schaffen!

  4. Danny says:

    Die Punktverteilung für “The Art Of Telling Lies” ist absolut gerechtfertigt, wenn nicht sogar großzügig! Ich find ihr aktuelles Album durchaus gelungen und ein quantensprung zudem was davor kam, dennoch spielen Vains of Jenna noch lange nicht in der “Champions League” und sie mit KISS zu vergleichen ist absolut fehl am platz. Ein durchschnittlich gutes Album mehr als 3/5 pkt zu geben wäre einfach Fatal da andere platten, welche weitaus ausgereifter und songwriting technisch einfach auf nem ganz anderen niveau spielen dadurch ihren Wert verlieren würden. Mein absolutes Highlight auf dieser Platte ist “Everybody loves you…” doch leider können sie dieses Niveau im laufe der Platte nicht halten, dennoch lege ich große hoffnungen in diese band. weiter machen!

  5. Firefly says:

    Also ich finde, dass das Review viel zu schlecht ausgefallen ist. Für mich ist es das beste Album des Jahres 2009, noch vor KISS und Hot Leg. Zudem finde ich es deutlich (!) besser als ihr Debüt, das meiner Meinung nach doch ein wenig unter dem Sound der Produktion litt, auch wenn dieser extrem rauhe Sound auch so seine Vorzüge hat. ;-)
    Meine Highlights sind Get It On, Enemy in Me, Everbody…, I Belong To Yesterday.
    Bei mir haben die Songs übrigens nicht “ihre Zeit benötigt” um zu zünden, dann ging sofort. ;-) Lediglich “Better Off Alone” ist ein leichter Kandidat gewesen. Meiner Meinung nach bietet dieses Album keinerlei Füller, jeder Song hat seine Daseinsberechtigung und einige Songs hauen richtig ordentlich rein! (Während auf ihrem Debüt meiner Meinung nach einige Füller dabei waren).

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