The Brew-A Million Dead Stars

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Nachdem wir euch vor einigen Tagen schon das exklusive 11th Street Kidz Interview mit der Band praesentiert haben, folgt nun das Review zu ihrer aktuellen Scheibe A Million Dead Stars.

Was schreibt man in einem Review zu einem Album, das man einige Tage zuvor in einem Interview mit der Band schon ausreichend besprochen hat? Ihr wisst bereits, dass das Album einen sehr guten Sound hat, der aus der Masse der komprimierten Mistveröffentlichungen eindeutig heraussticht und dass mein Lieblingssong die mehr als achtminütige Hymne Kam ist. Was ihr aber noch nicht kennt, sind die Details. Und mit Details möchte ich euch in diesem Artikel noch versorgen. Bleiben wir doch gleich bei Kam. Dieser Song ist zwar nicht der Opener des Albums, aber man muss ja nicht immer in der richtigen Reihenfolge vorgehen, oder? Wäre ja auch nicht wirklich Rock’n'Roll! Ich vergleiche ja neue Songs immer recht gerne mit alten Glanztaten der Musikgeschichte – und um Kam zu vergleichen, muss ich ganz, ganz große Namen hier zitieren. Wie wäre es mit Led Zeppelins Stairway To Heaven oder mit Heavy Load von Free? Wie wäre es mit Hendrix und seinem unerreichten The Wind Cries Mary?

Was The Brew mit diesem Song abliefern, ist einfach der Oberhammer. Die Rhythmus-Sektion, bestehend aus dem Vater und Sohn-Gespann Tim und Kurtis Smith, spielt sich durch den Song, wie es einst John Bonham und John Paul Jones nicht besser getan hätten. Dazu verschmilzt die Lead-Gitarre von  Jason Barwick zu einer unglaublichen Mischung aus Paul Kossoff, Jimi Hendrix und Eric Clapton – dieser Song ist einfach nur unbeschreiblich geil! Aber auch die anderen Songs des Albums wissen zu überzeugen. Der Opener (und zack, da sind wir wieder bei der richtigen Reihenfolge angekommen) Every Gig Has A Neighbour hätte auch der Opener von Jimis Axis: Bold As Love sein können, die Inspiration dieses Riffs ist unverkennbar. Das zweite Lied, Surrender It All, ist ebenfalls ein Tribut an die klassischen Riffs des Hendrix, allerdings gibt sich der Refrain um einiges psychedelischer und erinnert ein bisschen mehr an Cream als an Hendrix. Schon nach diesen zwei Songs fällt einem wieder einmal mehr die unheimliche Power dieses Trios auf, die auch durch Wrong Tunes nicht unterbrochen wird.

Wrong Tunes fällt vor allem durch die unglaublich gute Beckenarbeit von Kurtis Smith auf, aber auch durch Jason Barwickes (der auf diesem Album die Vocals übernommen hat) einprägende Gesangslinie. Weiter geht es mit dem bereits ausgiebig von mir abgefeierten Song Kam, ehe sich mein zweites absolutes Highlight auf dem Album anschickt: Monkey Train. Dieser Song ist eine Offenbarung für jeden, der auf Akustik-Gitarren steht, das hat auch Joe Bonamassa zuletzt nicht besser hingekriegt. Ich könnte jetzt weiter jeden Song einzeln aufzählen und abfeiern, aber ich glaube, das kann ich mir sparen. Ihr habt wahrscheinlich schon lange mitbekommen, dass dieses Album für mich eine einzige Großtat ist. Also spare ich mir eine weitere Besprechung der anderen Songs und beende das Review mit einem Satz, mit dem ich mich hoffentlich als einer der ganz großen des Musikjournalismus in die Geschichte eintrage: The Brew sind das nächste, ganz große Ding und Jason Barwick der neue Jimi Kossoff Clapton.

Facts

  • Release: 29. Januar 2010
  • Label: Jazzhaus Records
  • Format: CD
  • Songs: 11
  • Spielzeit: 51:52

Links

Tracklist

  • 01.    Every Gig Has A Neighbour
  • 02.    Surrender It All
  • 03.    Wrong Tunes
  • 04.    Kam
  • 05.    Monkey Train
  • 06.    Just Another Night
  • 07.    A Smile To Lift The Doubt
  • 08.    Change In The Air
  • 09.    Mav The Rave
  • 10.    A Million Dead Stars – Intro
  • 11.    A Million Dead Stars

4girls

2 thoughts on “The Brew-A Million Dead Stars”

  1. Niko says:

    Oh, sehe ich jetzt erst. Hab sie auch im Februar (?) live gesehen ein paar Orte weiter in der allerletzten Dorfdisco :D
    die Jungs haben es einfach drauf!! Die Alben sind auch einfach nur geil! Mich wundert es echt, dass sie nicht mehr Beachtung finden. Vielleicht ist das aber auch erstmal ganz gut so. Es hat ja auch einen gewissen Charme, der Underdog zu sein.

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