RIDING WITH THE GHOST-DIE HALLOWEEN TOP 5

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5. Sufjan Stevens – They Are Night Zombies!! They Are Neighbors!! They Have Come Back from the Dead!! Ahhhh!

Nachdem Stevens für sein Album Illinois tief in der Geschichte des Prairie State gegraben hat, wird er von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht. Für die Zombiestimmung sorgen die Backgroundchöre: Während die Sängerinnen manisch buchstabieren, fragen die Sänger, wer der Toten gedenkt. Stevens selbst gibt den vor Angst Zitternden, bevor am Ende alle kanonartig zusammentreffen. Neben E-Gitarre und Klavier trägt vor allem das Streichquartett zur unheimlichen Stimmung bei. Wer jetzt noch nicht um sein Leben rennt, der höre sich auf demselben Album The Seer’s Tower und die Geschichte des Serienkillers John Wayne Gacy, jr. an.

 

 

4. Joe Henry – Bellwether

Joe Henry kommt gelegentlich wie eine Lightversion von Tom Waits daher, was durchaus als Kompliment zu verstehen ist. In Bellwether rumort es zunächst in der Ferne; jemand klopft hektisch an eine Tür, bevor dezent Gitarre und Klavier einsetzen. Mit der wuchtigen Basstrommel kommt langsam Leben in die Bude: Es folgt ein ausgedehntes Crescendo von Gesang und Instrumenten, das nach der vierten Strophe in ein Kornettsolo mündet. Wer nicht spätestens hier eine Gänsehaut bekommt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

 

 

 

3. O’Death – Black Dress

Im Grunde ist es gleich, welchen Song von Outside ich für meine Top 5 auswähle, denn das ganze Album scheint wie für Halloween gemacht. Die Musik von O’Death ist eine schräge Mischung aus Bluegrass, Punk, Gypsy, Jazz und weiß der Geier was noch alles, die unter dem Label „Gothic Country“ läuft. Die gezupfte Geige am Anfang sorgt für Endzeitstimmung, was noch durch Greg Jamies Gesang verstärkt wird, der mitunter an eine getretene Katze erinnert. Auch das eigenwillige Zusammenspiel von Geige, Banjo und Drums ist immer wieder für einen Schauer gut. Wem das nicht reicht, der möge sich auf YouTube das Video zu Bugs ansehen.

 

 

2. Songs: Ohia – I’ve Been Riding with the Ghost

Keine Halloweenliste ohne Jason Molina! Schließlich kann niemand so wunderschöne, düster-trostlose Songs schreiben wie er. Der zweite Song vom exquisiten The Magnolia Electric Co. ist ein Ritt durch die Hölle: Alles beginnt unauffällig, doch dann setzen die geisterhaften Backgroundsängerinnen ein und es wird losgerockt. Während das Schlagzeug kräftig Druck macht, verschmilzt der ätherische Klang von Gitarre und Pedal Steel mit dem gespenstischen Gesang der Damen. Nie hat sich die Flucht vor den eigenen Geistern so schön angehört.

 

 

 

1. Skip James – Devil Got My Woman

Der ultimative Halloweensong kann eigentlich nur von Skip James kommen, zumindest kenne ich keinen Künstler, dessen Musik so häufig als „gespenstisch“ beschrieben wird. Das herausragende Bespiel dafür ist Devil Got My Woman mit der berühmten Zeile: I’d rather be the devil than to be that woman’s man. Im Vergleich zu James‘ gequältem Falsettgesang wirkt sogar Greg Jamie wie ein Chorknabe. Der Klang der in e-Moll gestimmten Gitarre wirkt schwebend und düster zugleich, so dass man sich fragt, ob diese Musik eigentlich noch von dieser Welt ist. Geht es noch gruseliger?

So weit meine Liste. Welche Songs hättet ihr gewählt? Kommentiert fleißig!

One thought on “RIDING WITH THE GHOST-DIE HALLOWEEN TOP 5”

  1. Tidl says:

    Gruselsongs? Mir fällt da spontan “Riad N The Bedouins” ein. Oder “Scraped”. Oder “This I Love”. Oder “Prostitute”. Oder “Shackler’s Revenge”. Oder “If The World”…

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