The Brew-Live At Kantine Koeln-27.10.2011

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Man könnte fast sagen, dass es für The Brew eine Art Tradition geworden ist,  im Herbst eines jeden Jahres den Kölner Club Die Kantine zu beackern. Im Jahr 2009 fing alles an, damals noch im nebenan gelegenen Yard-Club: The Brew zockten damals vor genau 20 Leuten – aber trotzdem mit voller Power.

Ein Jahr später, 2010, spielten The Brew dann schon im großen Saal der Kantine und machten diesen voll. Fast zwei Jahre später spielen sie nun wieder in Köln.

Sie selbst sagen, Köln sei mittlerweile ihre Heimatstadt. Hier fing für sie alles an, richtig groß zu werden und nirgendwo liebt das Publikum sie so wie hier. Die Kölner wissen eben, was gut ist.

Den Support übernehmen die Schweden Kamchatka, ein sympathisches Trio, das die Meute perfekt auf The Brew einstimmt.

Doch zur großen Überraschung aller beginnt das Konzert nicht mit The Brew, sondern mit einer in etwa zehnminütigen Suitar-Einlage eines belgischen Freund der Band – exklusiv für die Fans in Köln, als gut gemeintes Dankeschön der Band.

Als die Band dann endlich die Bühne mit dem Doppelpack Six Dead und Sirens Of War vom aktuellen Longplayer The Third Floor entern, will der Funken nicht richtig überspringen: Die Band wirkt kurzzeitig orientierungslos, denn ein defekter Monitor verhindert anfangs, dass Gitarrist  Jason Barwick sich hört.

Doch mit dem bereits zum Klassiker arrangierten Every Gig Has A Neighbour findet die Band zur bekannten Stärke zurück und verliert sich in endlos langen Jams. Das Augenmerk des Power-Trios, das neben Jason Bawrick (Gitarre, Gesang) noch aus Tim (Bass) und Kurtis Smith (Schlagzeug)  besteht, liegt eindeutig auf dem aktuellen Album The Third Floor. Gleich neun Songs schaffen es in die Setlist. Während das Debut The Joker gar nicht berücksichtigt wurde, schaffen es von A Million Dead Stars immerhin noch drei Songs in die Setlist – unter anderem das absolute Highlight des Abends, Kam. Bei diesem Song schafft es die Band, das Publikum so dermaßen in ihren Bann zu ziehen, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte.

Dass The Brew live anders klingen als auf ihren Platten, ist hinreichend bekannt, allerdings habe ich die Unterschiede bisher nicht  als so stark empfunden wie bei den Stücken von The Third Floor. Na klar, The Brew dehnen die Songs meistens auf über zehn Minuten aus, aber dieses Mal klingen die neuen Stücke viel direkter und rockiger als auf dem recht modern produzierten Album.

So wirkt zum Beispiel Master And The Puppeteer wesentlich rockiger und sehr Hendrix-lastig und bei Reached The Sky gesellt sich noch einmal der der Suitar-Spieler hinzu, wodurch der Song ein sehr starken Led Zeppelin-Einschlag bekommt.

Nach A Smile To The Lift The Doubt und einem beeindruckendem Drumsolo (wie immer mit den bloßen Händen gespielt) verabschiedet die Band sich das erste Mal. Als reguläre Zugaben gibt es Piper Of Greed und A Million Dead Stars, doch das Kölner Publikum will die Jungs nicht gehen lassen.

Sie kommen ein weiteres Mal zurück auf die Bühne und nach der beherzten Ansage „You don’t know what this means to us“ gibt es exklusiv für Köln auf dieser Tour Jimi’s Little Wing – was für ein Abend, was für eine Band.

 

the_Brew_Album_cover

Photos von MRCBYZN

One thought on “The Brew-Live At Kantine Koeln-27.10.2011”

  1. Boris says:

    “Bei diesem Song schafft es die Band, das Publikum so dermaßen in ihren Bann zu ziehen, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte.”

    LOL

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