R.I.P. Jon Lord

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Als junger angehender Gitarrist gibt es ein paar Songs bzw. Riffs, die man einfach als Erstes erlernt. Neben ein paar Sachen von AC/DC natürlich auch Smoke on the Water. Das Riff ist mittlerweile so abgenudelt, dass man achtkant aus jedem Gitarrengeschäft fliegt, spielt man es dort an. Bei mir war’s genau so. Leider hab ich es versäumt, mich schon damals mehr mit Deep Purple zu beschäftigen.

Als ich mir dann endlich mal die Machine Head gekauft hatte, wandelte sich mein Hörverständnis. Scheiß auf Ritchie Blackmore! Der hat es zwar auch drauf, aber sobald ich eine Band entdecke, bei der Orgel und Klavier nicht nur im Hintergrund sind, verliebe ich mich meist in den, der in die Tasten haut. Das war so bei den Doors, das war auch bei Deep Purple so. Jon Lords Orgelspiel machte den Sound der Band einfach erst rund und besonders. Das Groovige im Hintergrund als auch die erstklassigen Soli. Um zu verstehen, was der Mann drauf hatte, reicht die erste Minute von Lazy. Von dem Opus Child in Time ganz zu schweigen.

Nun ist er also an Krebs gestorben, und das wie so viele andere viel zu früh. Was soll’s, jammern hilft nicht. Im Herbst ist Deep Purple auf Deutschlandtournee. Ein guter Anlass, um sich noch einmal von Jons Songs und der Band, die er mitschuf, begeistern zu lassen. Tot ist er erst, wenn niemand mehr Deep Purple hört. Und das wird nie geschehen, allein schon wegen jedem kleinen Jungen, der auf seiner ersten Gitarre das Riff von Smoke on the Water spielt.

Mach’s gut, Jon!

One thought on “R.I.P. Jon Lord”

  1. Scorpi says:

    “Tot ist er erst, wenn niemand mehr Deep Purple hört.”

    Das hast du schön gesagt…
    Child in Time ist für mich einer der großartigsten Songs überhaupt, ein Meisterwerk.

    R.I.P.

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