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	<title>Eleventh-Street-Kidz</title>
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	<description>Deutschlands Erste Rock&#38;Roll Kolumne // Germanys First Rock&#38;Roll Column</description>
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		<title>Dr. Dog-Be the Void</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 17:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisy Glaze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es rappelt im Karton: Auch auf ihrem neuen Album hat die Band aus Philadelphia viele Überraschungen für den Hörer parat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-3020 alignleft" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/drdog1.jpg" alt="" width="250" height="250" />Gibt es eigentlich ein Popmusikgenre, das <em>Dr. Dog</em> noch nicht ausprobiert haben? Psychedelic Rock, Indie Pop, Lo-Fi, in welche Schublade hat man die Jungs nicht schon gesteckt, einfach weil so viel unterschiedliche Einflüsse in ihrem Werk auftauchen. Da sind zum Beispiel das psychedelisch angehauchte <em>I Can’t Fly</em>, die beatleske Popnummer <em>My Old Ways</em> oder das soulige <em>Jackie Wants A Black Eye</em> vom letzten Album <em>Shame, Shame</em>, um nur einige zu nennen. Auch <em>Be the Void</em> ist wieder so eine Platte, die sich unmöglich kategorisieren lässt. Ein musikalisches Chaos, das vor Einfallsreichtum nur so strotzt. Im ersten Moment kann einen das ziemlich erschlagen, aber gleichzeitig bieten die Songs so viele Überraschungen, dass man immer wieder etwas Neues entdeckt und das Album so das Potential hat, einen besonders lange zu erfreuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="size-full wp-image-3021 alignright" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/drdog2.jpg" alt="" width="250" height="250" />Den Auftakt macht das stampfende <em>Lonesome</em> mit der Twang-Gitarre, gefolgt von <em>That Old Black Hole</em>, das ebenso wie <em>Get Away</em> und <em>Heavy Light</em> mit Afrobeats experimentiert; dazu kommen noch nach Sturm klingende Soundeffekte. Zwischendurch nimmt der Song so sehr an Fahrt auf, dass man fast überhören könnte, wie pessimistisch er ist: It’s like that old black hole/no matter how you try/you set out each day never to arrive. Die Computerspielsounds bei <em>Warrior Man</em> sind vielleicht etwas albern, aber das wird durch die satte Gitarre wieder wettgemacht. Der letzte Song <em>Turning the Century</em> wartet gar mit einer Sitar auf. Dazu gibt es noch klassische Rocksongs wie <em>These Days</em>, <em>Vampire</em> oder <em>Big Girl</em> mit dem höchst eingängigen Refrain. Abgerundet wird das alles durch die eigentümlichen Stimmen von <em>Toby Leaman</em> und <em>Scott McMicken</em>. Fest zum Line-up gehört seit diesem Album auch Multi-Instrumentalist <em>Dimitri Manos</em>, der in der Vergangenheit schon häufiger für die Band getrommelt hatte.</p>
<p><em>Dr. Dog</em> ist das Kunststück gelungen Songs zu schreiben, die sowohl komplex sind als auch über eine geradezu unverschämte Ohrwurmqualität verfügen, also genauso, wie Popmusik sein sollte. Meine Empfehlung: Stürzt euch ins Getümmel und lasst euch überwältigen von diesem fabelhaften Album.</p>
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		<title>Vierkanttretlager</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 16:42:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vierkanttretlager waren zu Besuch auf der Treue, um ihr neues Album vorzustellen. Mal aufmüpfig, mal ganz ruhig, mal auf die Fresse. Aber immer mit Herz und viel Verstand zwischen den Zeilen und Takten. Menschlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Georgia, serif;"><span style="font-size: small;"><img class="alignleft size-full wp-image-2986" style="border-style: initial; border-color: initial; border-width: 0px; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/cover.jpg" alt="" width="250" height="250" />Minus 10 Grad und eisiger Wind. Bremen am vergangenen Donnerstag Abend. Ein paar Gestalten zittern sich die Treppen zur MS Treue hinunter. Bloß nicht hinfallen. Geschafft. Schnell doch das Wegbier leer machen und dann ab in ins Warme.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Georgia, serif;"><span style="font-size: small;">Unten im Laderaum sitzen, stehen, tänzeln etwa 20 Leute. Das ist angesichts der Band, die in wenigen Minuten spielen wird, leider echt wenig Publikum. Waren doch die ersten Shows der Mini-Release-Tour restlos ausverkauft. Schieben wir es einfach mal aufs Wetter&#8230; Dann geht’s los. Licht an. Sound aufdrehen. Genießen. „Treue schwören“ bis zum letzten Song, freut die Band sich. <em>Vierkanttretlager</em> gefallen. Sogar sehr. Leider sind die, in dicke Jacken gepackten Leute nicht im Bewegungsmodus. Lieber am Bier festhalten. Aber für ungefähr eine Stunde nehmen uns die Husumer mit auf einen Besuch in ihre Köpfe und die Heimat. <em>Die graue Stadt am Meer.</em> Man denkt an kleine Fachwerkhäuser, Sonne, die durch die Wolken bricht und Opas, die in Hafenklausen Lütt un Lütt trinken. </span></span></span><span class="Apple-style-span" style="font-family: Georgia, serif; font-size: small;">Aber <em>Vierkanttretlager</em> können mehr. Mal aufmüpfig, mal ganz ruhig, mal auf die Fresse. Aber immer mit Herz und viel Verstand zwischen den Zeilen und Takten. Menschlich.</span></p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-family: Georgia, serif; font-size: small;">Nun haben sie ihr erstes Album <em>Die Natur greift an</em> veröffentlicht, Beat Gottwald im Rücken und die vier Jungs waren schon Support von <em>Casper</em>. Nicht übel für Anfang 20. <em>Dirk von Lotow</em>, oder <em>Jan Plewka</em> wären bestimmt ein wenig neidisch auf die Schreiberqualitäten von Sänger <em>Max Leßmann</em>. Früher schrieb er Gedichte. Und beim Hören der Songs wünscht man sich sich ein paar Zeilen mehr merken zu können, um sie zu zitieren. So gut sind die Texte. So fanden sich <em>Leif, Momme, Max</em> und <em>Christian</em> nach und nach zusammen und machten das, was man halt so auf dem Land tut. Was besonderes starten. Musik machen. Sonst erschlägt einen ja auch die trügerische Weite und die Routine, die Erwartungen der Anderen. Das Album ist eine Sammlung der letzten fünf, sechs Jahre. Verpackt in 12 Songs. Ich hab das Album zum ersten Mal zu Hause, auf der Insel, gehört. Hat gepasst. Der manchmal leicht melancholische Sound, die Euphorie und manchmal auch die angenehme Trägheit der Songs erinnern an regennaßes Wetter, weiten Himmel und die angenehme Vertrautheit der Heimat. Das alles ohne altklug, oder ermüdend zu klingen. Im Sportunterricht hätte man für so einen tollen Spagat ne glatte 1 bekommen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Georgia, serif;"><span style="font-size: small;">Mittlerweile sind die Konzertbesucher etwas lockerer geworden. <em>Christian</em> schnallt sich ein Schifferklavier um. Das Licht wird gedimmt. Und man freut sich, den Song <em>Fotoalbum</em> auf einem Dampfer zu hören. Mitschunkeln. Aber nur ein wenig. Leider. Viel zu schnell geht die Zeit rum. Die scheuen Bremer klatschen die Vier </span></span></span><span class="Apple-style-span" style="font-family: Georgia, serif; font-size: small;">noch mal aus dem Backstage. Schluss. Aus. Raus.<br />
Noch ein Bier. Quatschen. Ab in die dunkle Kälte.</span></p>
<p><em>Die Natur greift an</em>, VÖ: 27.01.2012; Label: <em>Skrotzki &amp; Kempf</em></p>
<p>Anspieltipps: <em>Nur die Sonne</em>, <em>Fotoalbum</em>, <em>Mein Ruf</em> und <em>Mit jedem seiner milden Blicke</em></p>
<p><a title="Offizielle Homepage" href="www.vierkanttretlager.de">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Vierkanttretlager">Facebook </a></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/vierkanttretlager">Myspace</a></p>
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		<title>Leonard Cohen-Old Ideas-Gegenstandpunkt</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 19:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Greg Kerridge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Keine himmlische Musik, denn Gott hat Geschmack und hört Cohens Frühwerk.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2917 alignleft" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/cohen_drunk.jpg" alt="" width="250" height="250" />Es gibt Alben, die polarisieren. Auch über <em>Old Ideas</em> wurde am Redaktionstisch der Eleventh Street Kidz heftigst diskutiert. Da wir zu keiner Einigung gekommen sind, hier nun mein Gegenstandpunkt zu Daisys Review von gestern.<br />
Schon als ich mir die Platte besorgt habe, hätte ich vorgewarnt sein können. Mein Händler versuchte mich noch mit den Worten „Das ist doch Musik für alte Leute“ vom Kauf abzuhalten. „Der mag auch die <em>Scorpions</em>“, dachte ich, „was weiß der schon.“ Aber diesmal sollte er Recht behalten.<br />
Zuerst einmal: <em>Cohens</em> Texte sind nach wie vor grandios. „We find ourselves on different sides / Of a line nobody drew / Though it all may be one in the higher eye / Down here where we live it is two“, so einige Zeilen auf<em> Old Ideas</em>. Er besingt zwar seit 40 Jahren die selben Themen, aber das lyrisch so schön verarbeitet, dass einem die Texte weiterhin ans Herz gehen. Sie werden von ihm mit seiner alten, verrauchten Stimme zwar mehr rezitiert als gesungen, aber das ist auch vollkommen passend. Auch die Songs an sich haben Klasse, sehr laid back und größtenteils schön arrangiert.</p>
<p>Der Grund, warum diese LP wohl nie wieder den Weg auf meinen <img class="size-full wp-image-2915 alignright" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/love_hate_cohen.jpg" alt="" width="250" height="250" />Plattenspieler finden wird: Fast jeder Song wird mit Streicher-Arrangements und Frauengesang ins unsagbar Kitschige gezogen. Zwar hatte<em> Cohen</em> auch auf seinen frühen Alben schon solche Elemente eingebaut, aber wesentlich spärlicher und geschmackvoller (als Beispiel sei <em>Diamonds in the Mine</em> vom &#8217;71er-Album <em>Songs of Love and Hate</em> erwähnt). Man höre sich nur einmal die erste Minute von <em>Come Healing</em> an. Nach einem Geigenintro wird die komplette erste Strophe von einer Gruppe stimmlich charakterloser Trullas gesungen. Ich hatte Angst, dass der Kitsch aus diesem Song meinen Tonabnehmer verschleimt. Und so wird nahezu jeder eigentlich hervorragende Song auf <em>Old Ideas</em> zur Qual. Gut dass ich ein bisschen darauf vorbereitet war, denn seine vorherigen Alben gingen schon in eine ähnliche Richtung. Nur meine Hoffnung auf Besserung wurde bitter enttäuscht.<br />
Ansonsten ist die LP schön aufgemacht: Stilvolles Cover, großes Booklet, CD anbei und sauber gepresstes Vinyl. Eigentlich zu schön, um nur zwischen <em>Led Zeppelin</em> und <em>Little Richard</em> im Schrank zu stehen. Aber wie es<em> Albert Fichter</em> in seiner Musiksendung <em>Riff Raff</em> so treffend formulierte: „Wenn ich selbst 77 Jahre alt bin, wird mir diese Platte vielleicht zusagen. Bis dahin hör ich <em>Tom Waits</em>.“</p>
<p><a title="Leonard Cohen - Old Ideas - Stream" href="http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2012/jan/23/leonard-cohen-old-ideas-stream" target="_blank">Hier einmal der Link zum Stream des gesamten Albums, bildet Euch Eure eigene Meinung</a>!</p>
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		<title>Offiziell! Guns N Roses Live in Gladbach 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 19:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tidl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Axl is back! 8. Juni 2012 im Warsteiner Hockeypark Mönchengladbach]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2929 alignleft" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/UncleAxl1.jpeg" alt="" width="250" height="250" />Endlich ist es soweit! Zum ersten Mal nach dem legendären Mitternachts-Auftritt beim Rock Am Ring 2006 kommt <em>Axl Rose</em> mit seiner Band zurück nach Deutschland. Damals lagen sich 80.000 Menschen in den Armen, um kollektiv Freudentränen zu vergießen, als <em>Axl</em> &#8220;You know where you are?&#8221; in sein rotes Puschel-Mikrofon kreischte.<br />
Seit über zwei Jahren tourt er mit seiner Begleitband erfolgreich um die Welt. Am 8. Juni 2012 wird er im Warsteiner Hockeypark in Mönchengladbach Halt machen um das hungrige deutsche Publikum zu beehren!<br />
Die <em>Eleventh Street Kidz</em> freuen sich wie die kleinen Kinder und werden natürlich für euch vor Ort sein!<br />
Doch zuvor wird das Original-Linup um <em>Axl, Slash, Duff, Izzy</em> und <em>Steven</em> im April in die Rock And Roll Hall Of Fame einziehen. Es bleibt zu hoffen, dass die legendären Fünf dort komplett auftauchen werden.</p>
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		<title>Leonard Cohen-Old Ideas</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 16:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisy Glaze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschichten von Liebe und Finsternis: Mit 77 Jahren veröffentlicht Leonard Cohen noch einmal ein Album, das erste seit acht Jahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2898 alignleft" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/cohen1.jpg" alt="" width="250" height="250" />Als Tidl vor ein paar Monaten das neue Tom-Waits-Album besprochen hat, fiel das Wort „Gottscheibe“, eine Bezeichnung, die auch ganz gut auf das neue Album von <em>Leonard Cohen</em> zutrifft. Zum einen hat <em>Cohen</em> in der Musikwelt schon so etwas wie Gottstatus, zum anderen ist Religion ein Thema, das auf seinem neuesten Werk wieder sehr präsent ist. <em>Cohen</em> wird auf weiten Teilen des Albums von einem engelhaften Frauenchor unterstützt, sodass man sich mitunter wie in einer Kirche fühlt, wenn nicht gleich wie im Himmel. Noch ist es aber nicht soweit, noch wartet <em>Cohen</em> auf seine Erlösung. Wie singt er im bewegenden <em>Come Healing</em>: Oh, solitude of longing/where love has been confined/come healing of the body/come healing of the mind. <em>Old Ideas</em> ist kein fröhliches Album. Depression, Einsamkeit, Sterblichkeit, das sind die Themen, mit denen er sich beschäftigt. Nicht unbedingt alte Ideen, aber altbekannte Sujets in <em>Cohens</em> Werk. Im Selbstmitleid versinkt er jedoch nicht, er bewahrt sich immer eine gewisse Abgeklärtheit, eine spöttische Distanz. Im Opener <em>Going Home</em> betrachtet er sich gar von außen: I love to speak with Leonard/he’s a sportsman and a shepherd/he’s a lazy bastard living in a suit. Über <em>Cohens</em> Poesie muss man eigentlich nicht viel sagen, außer dass sie so wunderbar wie eh und je ist. Manchmal ist sie leicht zu erschließen, manchmal ist sie rätselhaft, auf jeden Fall lohnt es sich, genau hinzuhören. Mir gefällt besonders <em>The Darkness</em>, wo er die Dunkelheit als ein Gift beschreibt: I caught the darkness drinking from your cup/I said is this contagious/You said just drink it up.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2899 alignright" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/cohen2.jpg" alt="" width="250" height="250" />Die Musik ist ebenfalls sehr ansprechend. <em>Cohens</em> Stimme ist brüchig, fast ein Flüstern, der größtmögliche Kontrast zu den himmlischen Backgroundsängerinnen. Alles ist sehr reduziert: Es gibt zwar eine ganz gute Bandbreite an Instrumenten, aber sie treten eher selten gemeinsam auf. Mal hört man eine Trompete, mal eine Geige, mal eine Mundharmonika. Ansonsten sind Akustikgitarre und Keyboard die bevorzugten Begleitinstrumente. Eine gute Entscheidung, denn so glänzen <em>Cohens</em> Texte besonders. Jeder Song ist ein Treffer: Sei es <em>Banjo</em> mit seinem leicht schrägen Trompeten-Intermezzo, <em>Anyhow</em> mit dem Bar-Piano und der Katerstimmung, oder <em>Crazy to Love You</em>, das an das brillante Frühwerk erinnert. Nicht zu vergessen das gebetartige <em>Show Me the Place</em>, wohl einer der schönsten Songs, die <em>Cohen</em> je geschrieben hat. In gewisser Weise erinnert <em>Old Ideas</em> an <em>Dylans Time out of Mind</em>: Es ist düster, es ist prägnant, es ist grandios. Und es lässt einen aufrichtig hoffen, dass dies nicht das Ende ist.</p>
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		<title>First Aid Kit-The Lion&#8217;s Roar</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 17:17:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisy Glaze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Löwengebrüll und Engelsstimmen: Die Söderberg-Schwestern legen ihr zweites Album vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2876 alignleft" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/firstaidkit1.jpg" alt="" width="250" height="250" />Es ist immer wieder faszinierend, wie gut sich Schweden mit amerikanischer Musik auskennen. Bei <em>Kristofer Åström</em>, <em>Christian Kjellvander</em> oder <em>Kristian Matsson</em> alias <em>The Tallest Man on Earth</em> erkennt man bestenfalls noch an den Namen, dass es sich nicht um Amerikaner handelt. Auch <em>Klara</em> und <em>Johanna Söderberg</em> gehören in die Kategorie Americana-spielender Schweden. Bekannt wurden sie 2008 mit einem Cover von <em>Tiger Mountain Peasant Song</em> von den <em>Fleet Foxes</em>, da waren sie gerade mal 15 bzw. 18 Jahre alt. 2008 erschien die EP <em>Drunken Trees</em>, 2010 das Debütalbum <em>The Big Black &amp; The Blue</em> und nun der Nachfolger<em> The Lion’s Roar</em>. Mit Löwengebrüll hat das Album jedoch nur wenig zu tun; zumindest ist der Gesang der Schwestern immer noch so engelsgleich wie eh und je. Wie die Sirenen in der Odyssee singen sie so betörend, so glockenklar, so perfekt miteinander harmonierend, dass man ihnen nur schwer widerstehen kann.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2878 alignright" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/firstaidkit2.jpg" alt="" width="250" height="250" /></p>
<p>Der Folk von <em>First Aid Kit</em> erinnert immer noch stark an die <em>Fleet Foxes</em>, aber dies sind nicht die einzigen musikalischen Vorbilder: “I’ll be your Emmylou and I’ll be your June/If you’ll be Gram and my Johnny, too/No, I’m not asking much of you/Just sing little darling, sing with me“, singen die Schwestern in <em>Emmylou</em>, mit seinem bezaubernden Country-Flair einer der besten Songs des Albums. Musikalisch ist <em>The Lion’s Roar</em> noch ein Stück abwechslungsreicher als der Vorgänger. Erwähnenswert sind vor allem der wuchtige Titelsong und das düstere <em>Dance to Another Tune</em> mit der zunächst dezenten, dann markanten Orchesterbegleitung. <em>King of the World</em> wartet gar mit Mariachi-Bläsern und einem Gastauftritt von niemand anderem als <em>Conor Oberst</em> auf. Produziert hat das Album übrigens <em>Mike Mogis</em>, ebenfalls Mitglied bei <em>Bright Eyes</em>.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2879 alignleft" style="border: 0pt none;margin: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/firstaidkit3.jpg" alt="" width="250" height="250" />Bei der hinreißenden Musik überhört man oft, wie unglaublich traurig die Texte sind. Das wird vor allem in <em>Blue</em> deutlich, das aufgrund des Xylophons eher wie ein fröhlicher Popsong wirkt, wären da nicht die Lyrics: “And the only man you ever loved/You thought was gonna marry you/Died in a car accident when he was only 22/Then you just decided, love wasn&#8217;t for you/And every year since then has proved it to be true”. Die Qualität der Texte ist ohnehin ziemlich erstaunlich, wenn man das Alter der Beiden bedenkt und dass sie keine Muttersprachler sind. <em>Johanna</em> und <em>Klara</em> befinden sich also auf einem guten Weg und werden uns sicher noch sehr viel schöne Musik bescheren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Loifior-Ein gutes Fieber</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 16:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tidl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Gast-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Asche]]></category>
		<category><![CDATA[Loifior]]></category>
		<category><![CDATA[The Hives]]></category>

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		<description><![CDATA[Loifior: Tanzbarer Beat-Rock-New Wave-Punk-Indie aus Lüneburg]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2861 alignleft" style="border: 0pt none;margin-top: 0px;margin-bottom: 0px" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/bandbild_02_print1.jpg" alt="" width="250" height="250" />Was macht man eigentlich den ganzen Tag über in Lüneburg? Gute Frage.<br />
Aus musikalischer Sicht geht es einem da ja auch wie dem Schaf in der Heide, dass ganz hinten am Horozont die Schatten sieht, die das sagenumwogene Hamburg wirft.<br />
Aber es gibt Hoffnung für die Stadt, die laut eigener Aussage die höchste Kneipendichte Deutschlands hat.<br />
Die vier Jungs kennen sich schon ne ganze Weile. Vom Nächte durchfeiern, Autohäuser vollpinkeln, und aus der Schule. Was vor Jahren als die <em>Chucks</em> anfing ist jetzt <em>Loifior</em>.<br />
Und <em>Loifior</em> haben Bock.<br />
Um sich vollkommen der Musik zu widmen haben die vier Jungs beschlossen in der Stadt zu bleiben, es als Musiker zu versuchen, jede Milchkanne der Republik ab zu touren und dafür zu leben, was sie am meisten lieben.<br />
Im Herbst 2011 veröffentlichten sie ihr erstes Album <em>Farbe der Zeit</em>. Eine 10- Titel-Debütplatte (gibt&#8217;s auch bei Amazon und itunes), die mit Energie, Poesie und Abwechslung überzeugt. Treibende Drums, kluge Texte und ein wunderbarer, tanzbarer Beat-Rock-New Wave-Punk-Indie-Sound, der ohne Keybords auskommt. Und man nimmt es ihnen ab. Handgemacht. Bitte weiter machen!<br />
Wenn man die Vier mal live gesehen hat, wird einem schnell bewusst, dass selbst die <em>Hives</em> gegen die Jungs wie eine affektierte, gelangweilte Schwedenmafia aussehen. Es kommt einem fast so vor, als spielten sie sich in Extase. Und dieser Rausch geht aufs Publikum über. Wenn man manchmal nach Konzerten nach Hause geht und sich duselig durch die Straßen schlingelt, mag es an dem ein, oder anderen Getränk zu viel liegen. Ähnlich verhält es sich mit der Livequalität der Lüneburger. Es ist ein gutes Fieber. Und es bleibt.<br />
Wer sich für eine knappe Stunde in Tanzwut, Euphorie und feinstem Rock verlieren will, hält am besten ab Mai Ausschau nach den Jungs. Denn die zweite Tour und ein neues Album stehen an.<br />
Treue Freunde, wir wünschen euch Flügel!</p>
<p>Tourdates (more tba):<br />
04.05  Lüneburg &#8211; Salon Hansen<br />
12.05. Hamburg &#8211; Freundlich &amp; Kompetent<br />
01.06 Osnabrück &#8211; Big Buttinsky<br />
29.06 Niebüll &#8211; Kö<br />
30.06 Flensburg &#8211; Campus Open Air<br />
11.08 Horsbüll &#8211; Open Air<br />
26.08 Hildesheim &#8211; Hohnsen See Open Air</p>
<p><a title="Live-Mitschnitt" href="http://vimeo.com/33546422" target="_blank">Live-Mitschnitt</a></p>
<p><a title="Musikvideo Farbe der Zeit" href="http://vimeo.com/30984238" target="_blank"><br />
Musikvideo <em>Farbe der Zeit</em></a></p>
<p><a title="Myspace" href="http://www.myspace.com/loifior" target="_blank"><em><br />
</em>Myspace</a></p>
<p><a title="Facebook" href="https://www.facebook.com/LOIFIOR" target="_blank"><br />
Facebook</a></p>
<p style="text-align: right"><em>Artikel von Juli Rothbart (mehr von ihr in Kürze!)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>The Underground Youth-Selbst die kleinste Anerkennung ist der Muehe wert</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 15:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tidl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Black Angels]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Dylan]]></category>
		<category><![CDATA[Craig Dyer]]></category>
		<category><![CDATA[Dead Rabbits Black Market Karma]]></category>
		<category><![CDATA[Flower Power Records]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Zoff]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus And The Mary Chain]]></category>
		<category><![CDATA[Psychedelic Rock]]></category>
		<category><![CDATA[The Underground Youth]]></category>
		<category><![CDATA[The Velvet Underground]]></category>
		<category><![CDATA[The XX]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch unbekannt und doch schon ganz groß(artig). Tidl sprach mit Craig Dyer von The Underground Youth, einer der heißesten Bands am Psychedelic-Himmel. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2838 alignleft" style="border: 0pt none; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/271579_10150239654044403_49537994402_7422507_2518785_o.jpg" alt="" width="250" height="250" />Anfang Dezember bin ich auf meiner unendlichen Suche nach guter Musik auf einen Youtube-Clip aufmerksam geworden, weil offensichtlich Videomaterial von <em>Jim Jarmusch</em>s Debütfilm <em>Permanent Vacation</em> (1980) verwendet wurde. <em>Chris Parker </em>alias Allie tanzt in einem heruntergekommen Zimmer irgendwo im Manhattan der frühen Achtziger zum <em>John Luries</em> Saxophonspiel. Eine Mädchen im weißen Kleid sitzt am Fenster, raucht, schaut nach draußen auf die Straße. <em>Jarumusch</em> nimmt sich einfach die Zeit, seinen Helden zwei Minuten lang tanzen zu lassen. Pures Independent-Kino und obendrein eines der am schönsten photographierten Szenen in <em>Jarmusch</em>s Karriere. Für den Clip wurde <em>Lurie</em>s Jazz gegen den Song <em>Morning Sun</em> von <em>The Underground Youth</em> eingetauscht und ich sah ganz danach aus, als handle es sich um einen typischen Fan-Made-Clip. Jedenfalls war ich von der Musik sofort gefesselt. Eine Mischung aus <em>The Velvet Underground</em>, <em>The Jesus And The Mary Chain</em>, a little bit of <em>Bob Dylan,</em> ganz viel <em>The XX </em>und dem zeigenössischen Psychedelic-Sound a la <em>Black Angels</em>. Ich schmiss die Suchmaschine an. Myspace, Facebook, Soundcloud, Bandcamp … die üblichen Verdächtigen. Ansonsten: So gut wie gar nichts. Kaum Fotos. Nur spärliche Informationen. Nachdem ich mir bei Youtube weitere Songs anghört hatte, konnte ich nicht glauben, dass es nichts über die Band in Erfahrung zu bringen gibt, denn laut Myspace müsste es mittlerweile fünf Alben geben. Amazon, JPC, Simfy, Discogs … keiner hat etwas gelistet. Ich musste davon ausgehen, es mit Totalverweigerern zu tun zu haben. Doch dann habe ich die Band über Facebook kontaktiert und innerhalb einer halben Stunde eine Antwort bekommen. <em>Craig Dyer</em>, der kreative Kopf der<em> Underground Youth</em> war sofort bereit, mit uns ein Interview zu führen und dabei zu helfen, „das Mysterium aufzuklären“.</p>
<p><em>The Underground Youth</em> kommt aus Manchester und wurde 2009 von <em>Craig Dyer </em><img class="size-medium wp-image-2840 alignright" style="border: 0pt none; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/craig-dyer-234x300.jpg" alt="" width="234" height="300" />gegründet. Nachdem er seine ersten beiden Psychedelic-Lo-Fi- Alben Alben <em>Morally Barren</em> und <em>Voltage</em> (beide 2009) aufgenommen und gratis im Internet angeboten hatte, folgten einige Live-Auftritte mit einer von ihm zusammengestellten Band. 2010 folgten mit <em>Mademoiselle</em> und <em>Sadovaya</em>, zwei weitere Alben, die ebenfalls kostenlos im Internet zu ziehen waren. Beide Alben begründen den <em>Underground Youth</em>-Sound. <em>Dyer</em> verzichtet komplett auf Refrains und lässt lieber die Gitarre erzählen. Die Drums bewegen sich irgendwo krachend im Hintergrund, seine Stimme bleibt beim Gros der Songs lo-fi. Die Texte handeln von Sehnsucht, von der großen Liebe, die er auf <em>Sadovaya</em> schließlich gefunden zu haben scheint. Das nach der Prachtstraße der ehemaligen russischen Hauptstadt St. Petersburg benannte Album ist eine Spur psychedelischer als sein Vorgänger. Eine Entwicklung, die auf <em>Delirium</em> (2011) ihren Höhepunkt findet. Um an seinem Sound zu feilen nahm sich Dyer 2010 eine Live-Auszeit. „I wollte erst einmal nicht mehr auftreten, sondern neues Material schreiben und aufnehmen“, erklärt er. <em>Delirium</em> ist das bereits fünfte Album. Es ist das erste Album, das kostenpflichtig über die eigene Bandcamp-Seite zum Download zur Verfügung steht. Außerhalb des Netzes gibt es allerdings noch immer keine Platten zu kaufen. Auf die Frage, ob ein Konzept hinter der mysteriösen Öffentlichkeitsarbeit stecke muss <em>Dyer</em> lachen und dementiert. „Es gibt kein entsprechendes Konzept, es hat sich einfach ergeben.“ Kürzlich habe er sich mit dem Indie-Label <em>Flower Power Records</em> zusammengetan und hoffe nun, dass dadurch auch das Profil der Band ein wenig <img class="size-medium wp-image-2842 alignleft" style="border: 0pt none; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/Underground-Youth-176x300.jpg" alt="" width="176" height="300" />zugänglicher wird. <em>Flower Power Records</em> ist ein englisches Independet-Label, das sich zur Aufgabe gemacht habt, junge britische Psychedelic-Bands zu fördern. Momentan haben sie neben der <em>Underground Youth</em> noch <em>Black Market Karma</em> und die <em>Dead Rabbits</em> am Start. Und dann wird man bald endlich bei <em>Herrn Zoff </em>Platten von <em>The Underground Youth</em> kaufen können? „Ich hoffe, dass wir demnächst ein Vinyl-Release bekanntgeben können und dass alle künftigen Veröffentlichungen ebenfalls auf Platte raus kommen werden.“ Momentan arbeite man an einer Retrospektive der besten Songs, die im Frühjahr erscheinen soll. Welche Songs auf der Platte landen werden, will <em>Dyer</em> nicht verraten. Auf spezielle musikalische Vorbilder will er auch nicht eingehen. Er nennt keine Namen, sagt, dass sein Sound häufig die Interpretation der Musik sei, die er liebe. „Ich behaupte nicht, dass meine Musik original ist. Mal schnappe ich mir meine Einflüsse und bewege sie an einen anderen Ort. Ein anderes Mal lass ich sie auch genau an jenem Ort wo ich sie vorfinde.“ Der oben erwähnte Youtube-Clip wurde übrigens von <em>Dyer</em> selbst hochgeladen. Und <em>Jim Jarmusch</em> ist nicht der Einzige, der ins Profil von <em>The Underground Youth</em> eingeflossen ist. Das Cover von <em>Mademoiselle</em> ziert die dänische Schauspielerin <em>Anna Karina</em>, die als <em>Godard</em>-Muse in den Sechzigern weltweit Bekanntheit erlangte. Für das Video zu <em>I Need You</em> wurde eine Szene aus <em>Wong Kar-Wais Chungking Express</em> (1994) verwendet und für <em>The Rules Of Attraction</em> Bilder aus <em>Warhol</em>s 1965er Sci-Fi-Film <em>Vinyl</em>. Die Band bedient sich bei ihren Idolen und Einflüssen. „Ich sehe <em>The Underground Yo</em><em>uth</em> als ein großes Ganzes. Dieses Ganze besteht aus der Musik, aus dem Artwork, den Bildern, den Clips und Fotos, mit denen wir uns verbunden fühlen, egal ob es von uns ist, oder wir es uns nehmen. Doch an erster Stelle steht <img class="size-full wp-image-2843 alignright" style="border: 0pt none; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/slowneedle.jpg" alt="" width="250" height="250" />die Musik und alles andere ist dazu da, dieses Bild, das beim Hören unserer Musik entsteht, noch mehr hervorzuheben und den Leuten zu vermitteln, was wir damit in Verbindung bringen.“ Weitere Clips wurden von <em>Dyer</em> und Freunden selbst produziert. Im Video zu <em>Mademoiselle</em> räkelt sich ein bildhübsches Mädchen in einem hautengen Kleid fünf Minuten lang auf einem schäbigen Sofa, streichelt sich und stöhnt. Das Video zu <em>Midnight Lust</em> ist nicht weniger sexy. Die Silhouette eines Mädchen tanzt vor einem Fenster und wird von einer verwackelten, pixeligen Kamera aufgenommen. Ebenso so einfach, wie die Videos produziert werden, ist auch die Aufnahmetechnik der Alben. Alle fünf Alben wurden mit einfachster Home-Recording-Technik aufgenommen. Der Sound ist dafür recht klar und ist nicht in Verbindung zu bringen, mit dem üblichen Demo-Sound, den man von Amateurbands kennt.</p>
<p>Momentan sucht <em>Dyer</em> nach neuen Live-Musikern, um im Frühjahr 2012 erste Gigs im Vereinigten Königreich zu spielen. Doch wo nimmt er die Energie her, fünf astreine Alben in Eigenarbeit zu produzieren, obwohl bislang die große Aufmerksamkeit ausblieb, obwohl bis vor kurzem kaum jemand überhaupt davon Kenntnis genommen zu haben scheint? <em>Dyer</em> geht es nur um die Musik und weniger um die Bestätigung. „Ich liebe es Musik zu machen und selbst die kleinste Anerkennung ist der Mühe wert.“<br />
Er hofft, dass 2012 das große Jahr für <em>The Underground Youth</em> wird. Wir drücken ihm dafür alle Daumen!</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/TL2TUBZK8Ek?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/undergroundyouthmusic">Myspace</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/pages/The-Underground-Youth/49537994402">Facebook </a></p>
<p><a href="http://the-underground-youth.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p><a href="http://soundcloud.com/the-underground-youth">Soundcloud</a></p>
<p><a href="http://www.flowerpowerrecords.com/">Flower Power Records</a></p>
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		</item>
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		<title>Erics Top 5 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 16:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erics Top 5 Alben Liste 2011 – bereits meine dritte Liste dieser Art!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><img class="size-full wp-image-2834 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="." src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_01.jpg" alt="" width="250" height="250" />Platten kaufen. Dieser Satz, kurz und knapp, wäre wahrscheinlich meine Antwort wenn mich jemand fragen würde, was ich am liebsten mache. Meine Sammlung wächst und wächst, doch trotzdem schaffe ich es nicht mir alle Alben, die mich interessieren zu besorgen. So ging es mir auch dieses Jahr wieder und so entsteht meine bereits dritte Liste dieser Art für die<em> 11<sup>th</sup> Street Kidz</em> ohne die Berücksichtigung einiger Perlen wie zum Beispiel dem Debüt von<em> Saint Jude</em> (<em>Diary Of A Soul Fiend</em>) oder dem zweitem Werk der Südstaatenrocker <em>Whiskey Myers</em> (<em>Firewater</em>) – ich hatte schlicht und einfach keine Zeit mehr diese Alben ausreichend anzuhören.</p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Dieses Jahr haben wir gleich drei Toplisten und wir hatten eine Diskussion darüber, ob wir nun eine Top 5 Liste oder eine Top 10 Liste machen. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass jeder so viele Alben in seine Liste aufnimmt, wie er selber für nötig hält. Für mich war von Anfang an klar das es eine Top 5 Liste wird, denn durch diese starke Begrenzung schaffen es wirklich nur die besten Scheiben in die Wertung. So sind dieses Jahr wieder einmal ein paar richtig gute Alben ganz knapp an den Top Fünf vorbei geschrammt, wie zum Beispiel das Debüt der <em>Tedeschi Trucks Band Revelator</em>, das schlicht <em>2</em> betitelte Album der Supergroup <em>Black Country Communion</em> (für mich eine der Überraschungen 2011) oder <em>Michael Monroes</em> großartiges Soloalbum <em>Sensory Overdrive</em>.</span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;">Nun komme ich auch endlich zu meiner Top 5 Liste 2011 und ich hoffe sehr das sie euch gefällt! Ich bin natürlich auch mal auf eure Meinung dazu gespannt!</span></p>
<h5 style="text-align: center;" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Platz 5: Joe Bonamassa-Dust Bowl</span></h5>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><em><img class="size-full wp-image-2797 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Joe Bonamassa - Dust Bowl" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_jb_dustbowl.jpg" alt="" width="250" height="250" />Joe Bonamassa</em> ist einer der fleißigsten Musiker unserer Zeit: Egal ob Solo, mit der Supergroup <em>Black Country Communion</em>, in diversen anderen Projekten oder als Gastmusiker: Der Mann ist überall zu hören, ständig auf Tour und haut ein Album nach dem anderen raus. Nach seinem Meisterwerk<em> The Ballad Of John Henry</em> aus dem Jahre 2009 (schaffte es damals auf Platz 3 meiner Topliste!) schien allerdings ein wenig die Luft raus zu sein und das zwischenzeitlich erschienene <em>Black Rock</em> konnte nur bedingt überzeugen. Doch mit <em>Dust Bowl</em> kehrt <em>Joe</em> wieder auf die Überholspur zurück: Weniger Rock, mehr Blues lautet seine Devise. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><img class="size-full wp-image-2796 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Joe Bonamassa" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_jb_01.jpg" alt="" width="250" height="250" /></span><span style="font-size: small;">Es scheint fast so, als hätte <em>Joe</em> durch seine Aktivitäten in der Rockformation <em>Black Country Communion</em> genug von dem Heavy-Zeug gehabt und auf <em>Dust Bowl</em> bewusst den Fokus etwas mehr auf </span><span style="font-size: small;">den Blues gelegt. Neben einigen tollen C</span><span style="font-size: small;">overn wie <em>Frees Heartbreaker</em> oder <em>Tim Currys</em> (den die meisten von uns nur als kauzigen Hotelmitarbeiter aus <em>Kevin allein in New York</em> kennen werden) <em>No Love On The Street</em> sind es vor allem Bonamassas eigene Kompositionen, die dieses Mal richtig zu überzeugen wissen:<em> Black Lung Heartache</em> ist eine experimentelle Bluesrocknummer und <em>The Whale That Swallowed Jonah</em> besitzt sogar einen leichten Südstaatenschlag. Das absolute Highlight des Albums kommt allerdings am Ende der Scheibe: <em>The Prisoner</em>. Was für eine Nummer! Habe ich eigentlich schon erwähnt, was für ein guter Gitarrist<em> Joe Bonamassa</em> ist?</span></p>
<h5 style="text-align: center;" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Platz 4: Leslie West-Unusual Suspects</span></h5>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><em><img class="size-full wp-image-2800 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Leslie West - Unusual Suspects" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_lesliewest_front.jpg" alt="" width="250" height="250" />Leslie West</em> ist eine Marke für sich. Mit seiner Formation <em>Mountain</em> hat er es bis ganz nach oben geschafft und gilt als einer der Pioniere des Bluesrocks und des sogenannten Power-Trio Formates. Leider war 2011 eigentlich kein gutes Jahr für <em>Leslie West</em>, denn aufgrund einer starken Diabetes musste ihm Anfang des Jahres ein Bein abgenommen werden. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><img class="size-full wp-image-2803 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Leslie West" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_lesliewest_west.jpg" alt="" width="250" height="250" />Doch auf <em>Unusual Suspects</em> zeigt der kauzige <em>West,</em> dass er sich davon nicht unterkriegen lässt. Zusammen mit einigen prominenten Gästen hat er ein Album aufgenommen, das vor Spielfreude und Seele nur so strotzt. Schon direkt der Opener <em>One More Drink For The Road</em> reißt einen mit und gibt die Marschrichtung für das Album vor: Heiße Gitarrensoli und eine beseelte Stimme. Zusammen mit Leuten wie <em>Steve Lukather</em>, <em>Slash</em>, <em>Billy Gibbons</em>,<em> Joe Bonamassa</em> (und Zack! Da ist er ein zweites Mal in meiner Topliste!) und<em> Zakk Wylde</em> brennt <em>Leslie West</em> ein Bluesrock Feuerwerk ab, dass es eine wahre Freude ist. Das Ganze gipfelt für mich in den beiden Nummern <em>To The Moon</em> und <em>Legend</em>: Ersteres ist eine depressive Bluesnummer mit richtig dunklen Lyrics und zweites ist ein Lied von <em>West</em> an seine Fans: Danke, das ich für euch spielen darf. Danke <em>Leslie</em>, dafür dass du für uns spielst.</span></p>
<h5 style="text-align: center;" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Platz 3: Joe Bonamassa &amp; Beth Hart-Don&#8217;t Explain</span></h5>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><img class="size-full wp-image-2799 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Joe Bonamassa &amp; Beth Hart - Don't Explain" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_jbbh_dontexplain.jpg" alt="" width="250" height="250" /><em>Joe Bonamassa</em> ist ein drittes Mal in meiner Topliste. Was für ein Workaholic. Wenn man neben <em>Joe Bonamassa</em> 2011 noch einen weiteren Namen ständig hörte, egal ob unter Fans oder in der Presse, dann war das <em>Beth Hart</em>. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><img class="size-full wp-image-2798 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Beth Hart &amp; Joe Bonamassa" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_jbbh_01.jpg" alt="" width="250" height="250" />Die Gute hat in den letzten Jahren seit der Veröffentlichung ihrer letzten Scheibe <em>My California</em> (berechtigter Weise!) einen riesigen Karriesprung gemacht. Anfang des Jahres verschanzte sie sich für nur vier Tage zusammen mit<em> Joe Bonamassa</em> und seiner Live-Band im <em>Village Records Studio</em>, Los Angeles um <em>Don&#8217;t Explain</em> einzuspielen. Dabei heraus gekommen ist eine Scheibe, die einem vom ersten bis zum letzten Ton in ihren Bann zieht und deren Emotion nicht spurlos an einem vorbei geht. Eigenkompositionen gibt es keine, dafür aber jede Menge alte Soulklassiker in einem heißen Mix aus<em> Beth Harts</em> Gesang &amp; Klavierspiel und<em> Joe Bonamassas</em> feuriger Bluesgitarre. Wer bei Songs wie <em>Chocolate Jesus</em> (<em>Tom Waits</em>) oder <em>I&#8217;d Rather Go Blind</em> (<em>Etta James</em>) ruhig sitzen bleibt, muss wahrscheinlich mal zum Ohrenarzt!</span></p>
<h5 style="text-align: center;" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Platz 2: The Brew-The Third Floor</span></h5>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><em><img class="size-full wp-image-2804 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="The Brew - The Third Floor" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_thebrew_thethirdf.jpg" alt="" width="250" height="250" />The Brew</em> sind derzeit die Live-Band überhaupt. Ich wüsste so ganz spontan auf jedenfall keine Band, die den drei Engländern das Wasser reichen könnte. Im Studio taten sie sich doch bisher schwer diese Energie einzufangen und so waren die bisherigen zwei Studioalben <em>The Joker</em> &amp; <em>A Million Dead Stars</em> zwar sehr gut, aber mehr Mittel zum Zweck. Wenn man<em> The Third Floor</em> das erste Mal hört, hat man den Eindruck, das alles beim alten geblieben ist. Zwar klingt alles ein bisschen kompakter und mehr auf den Punkt gebracht als früher, doch einen richtigen Ohrwurm findet man zunächst nicht. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><img class="size-full wp-image-2805 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="The Brew" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_thebrew_01.jpg" alt="" width="300" height="250" />Aber es gibt kein Album das so wächst wie <em>The Third Floor</em>. Beim zweiten „Durchgang“ bin ich nicht über den Opener <em>Sirens Of War</em> hinaus gekommen. Repeat. Repeat. Repeat. Was für ein unglaublich gutes Riff und was zur Hölle hat <em>Jason Barwick</em> mit seiner Stimme gemacht? Das klingt nach etlichen Live-Shows und vielen, vielen Whiskeys.<em> Six Dead</em>, Track #2, bestitzt einen pumpenden Bass und ein Schlagzeug nicht von dieser Erde und endlich findet man sie auch auf Platte, diese besagte <em>The Brew</em> Live-Energie! <em>Reached The Sky</em> heißt das nächste Stück und schon am Anfang denkt man sich nur eins: <em>Hendrix</em>. Der Track gehört auch Live zu den absoluten Oberkrachern und wird die Setlist der Band sicherlich nie wieder verlassen. Das die Band auch anders kann als nur das Gaspedal durchzudrücken beweisen sie mit den Akustiknummern<em> See You Once Again</em> und<em> Hard Times</em>: Das eine langsam, schleppend, depressiv, fast schon Led Zeppelin like, das andere bluesig, rauh, direkt aus den Sümpfen Mississippis. Das Titelstück ist wohl <em>Jason Barwicks</em> beste Gitarrenarbeit bis heute, der Refrain brennt sich kilometertief ins Ohr ein und wird dort für immer verweilen! Weitere Highlights sind das rockige <em>Piper Of Greed</em> und<em> Imogen Molly</em>. Eine kleine Anekdote am Rand: Während der Tour zum Vorgänger-Album<em> A Million Dead Stars</em> schlief die Band in jedem Hotel immer im dritten Stock; daher stammt der Titel <em>The Third Floor</em>. Was für eine Scheibe, was für eine Band!</span></p>
<h5 style="text-align: center;" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Platz 1: Warren Haynes-Man In Motion</span></h5>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><img class="size-full wp-image-2807 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Warren Haynes - Man In Motion" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_warrenhaynes_mim.jpg" alt="" width="250" height="250" />Dieses Jahr gab es sehr viele Highlights und viele Leute wie eben der oft erwähnte <em>Joe Bonamassa</em> arbeiten sehr hart für ihren Erfolg. Das gleiche gilt auch für <em>Warren Haynes</em> – egal ob mit den <em>Allman Brothers</em>, <em>The Dead</em>, <em>Gov&#8217;t Mule</em> oder <em>Phil Lesh &amp; Friends</em>: Der Mann hat immer irgendetwas zu tun. So ist es eigentlich verwunderlich, dass er noch Zeit gefunden hat sein zweites Solo-Album einzuspielen. Noch verwunderlicher daran ist aber das, was <em>Warren Haynes</em> trotz seines vollen Terminkalenders uns da präsentiert: Es ist wohl keine Untertreibung zu sagen, dass <em>Warren</em> hier sein mit Abstand bestes Werk vorgelegt hat. Nie zuvor waren seine Songs besser, nie zuvor war seine Gitarre wärmer, nie zuvor war seine Stimme kräftiger. Dennoch ist <em>Man In Motion</em> kein klassisches Solo-Album: Ohne seine starke Begleitband wäre dieses Album nicht einmal halb so gut, denn vor allem Saxophon und Hammond integrieren sich so stark in den Sound dieses Albums, dass es ohne diese gar nicht bestehen könnte. Das <em>Warren Haynes</em> immer irgendwie nach <em>Gov&#8217;t Mule</em> klingen wird ist vollkommen klar, trotzdem hat <em>Man In Motion</em> seine ganz eigene Note. Nicht nur weil <em>Warren</em> seine Liebe zum Soul der Fünfziger und Sechziger in seinen Sound eingepackt hat, sondern auch weil dieses Album das Album der Halb akustischen Gitarren ist. Der Grundsound ist unwahrscheinlich warm, die Soli stammen direkt aus <em>Warrens</em> Seele und er spielt mit dem Song, anstatt ihn mit Soli voll zu stopfen. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;"><img class="size-full wp-image-2808 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Warren Haynes - Man In Motion" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_warrenhaynes_01.jpg" alt="" width="250" height="250" />Es ist mir beinahe unangenehm zu sagen, dass der Titelsong und Opener des Albums <em>Man In Motion</em> schon beinahe der „schlechteste“ Song aus dem Album ist: Die anderen sind einfach noch viel besser. Wenn man von <em>Man In Motion</em> mit seinem wunderbaren Cry-Baby und den herrlichen Lyrics (&#8220;Still Life Is Overrated&#8221;) auf den Weg geschickt wurde, erwartet einen schon das erste Highlight des Albums: <em>River&#8217;s Gonna Rise</em>. Es ist unglaublich welches Gefühl dieser Song in einem auslöst und mit welcher Intensität die Band diese Nummer spielt. <em>Everyday Will Be Like A Holiday</em> ist das einzige Cover auf dem Album, im Original von <em>Booker T</em>. integriert <em>Warren</em> es hier völlig in seinen Sound. <em>Sick Of My Shadow</em> &amp; <em>On A Real Lonely Night</em> sind wunderbare Songs, <em>Your Wildest Dreams</em> kommt mit einem Wahnsinns Saxophon-Solo daher und schon sind wir beim absoluten Meisterwerk <em>auf Man In Motion</em>: <em>Hattiesburg Hustle</em>. Hier stimmt einfach alles und <em>Warren Haynes</em> übertrifft sich hier gesanglich selber – einfach nur perfekt. Doch das Album wird danach keineswegs schlechter: <em>A Friend To You</em> und <em>Take A Bullet</em> sind weitere Übersongs auf einer Scheibe, von der man wünscht sie würde nie zu Ende gehen. Doch wie alle Alben geht auch <em>Man In Motion</em> zu Ende: <em>Save Me</em> ist das letzte Stück und<em> Warren Haynes</em> singt hier, nur von Hammond und Piano begleitet, so intensiv und mitreißend das man sich die Tränen verkneifen muss. In <em>A Friend To You</em> singt Warren „Dive In, Dive In Boy, The Water&#8217;s Only Deep“ und das ist auch meine Empfehlung an euch: Holt euch ein Bier, setzt euch Kopfhörer auf, versinkt in diesem Album und vergesst die ganze Welt da draußen: Das hier ist es, wofür wir da sind.</span></p>
<h5 style="text-align: center;" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Rohrkrepierer 2011: Metallica &amp; Lou Reed-Lulu</span></h5>
<p>Eigentlich wollte ich euch am Ende meiner Topliste noch den Rohrkrepierer des Jahres 2011 präsentieren, einen Kandidaten hatte ich auch schnell ausgemacht. Ich habe unzählige Versuche gestartet, eine halbwegs anständige Rezension zu diesem von mir zum Rohrkrepierer des Jahres 2011 auserwähltem Album zu schreiben, allerdings ist es mir nicht wirklich gelungen. Doch eines Tages bin ich in den unendlichen Weiten des Internets auf dieses Bild gestoßen, welches ich nun anstelle meines Reviews posten werde. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes und erfolgreiches 2012!</p>
<p style="text-align: center;"> <a href="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_metallica_lulu_big.jpg"><img class="size-full wp-image-2801 aligncenter" title="Lou Reed &amp; Metallica - Lulu" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/top5_2011_metallica_lulu_big.jpg" alt="" width="500" height="667" /></a></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;">PS: Wenigstens haben sie einen Titel gefunden, der die Musik auf dem Album angemessen beschreibt!</span></p>
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		<title>Daisys Top 10 Alben 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 14:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daisy Glaze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Daisys Top 10 Alben 2011]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Top 10 zu erstellen ist nicht immer leicht und dieses Jahr ist es mir besonders schwer gefallen. Insgesamt bin ich mit 2011 sehr zufrieden; die Zahl der Enttäuschungen hielt sich in Grenzen und es gab erheblich mehr interessante Platten als ich hören konnte. Trotzdem denke ich, dass ich mir einen ganz ordentlichen Überblick verschaffen konnte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2650 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/four2.jpg" alt="" width="125" height="125" />Viele Alben waren sehr gut, auch wenn es dieses Jahr meiner Meinung nach kein bahnbrechendes Meisterwerk gab wie 2010 <em>The Age of Adz </em>von <em>Sufjan Stevens</em>. Ich gebe <em>Stevens</em> eine Mitschuld daran, dass in diesem Jahr bei vielen Bands eine zunehmende „Elektronisierung“ zu beobachten war &#8211; ein Trend, den ich in den meisten Fällen nicht mitgehen konnte. Nichts dagegen, wenn Bands sich weiterentwickeln, aber wenn alle in dieselbe Richtung gehen wird’s irgendwann langweilig. Aus diesem Grund tauchen alte Lieblinge wie <em>Bright Eyes</em>, <em>The Felice Brothers</em>, <em>Okkervil River</em> oder <em>Iron &amp; Wine</em> nicht in meiner Liste auf (obwohl <em>Tree by the River</em> schon ein sehr guter Song ist). Und um mich mal unbeliebt zu machen füge ich hinzu: Die neue <em>Bon Iver</em> fand ich voll langweilig!</p>
<p><img class="size-full wp-image-2693 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/four3.jpg" alt="" width="125" height="125" />In den vergangenen Monaten haben mich sowohl viele alte Hasen als auch junge Künstler überzeugt, wobei ich mich sehr über die recht hohe Frauenquote unter den besten Alben gefreut habe. Da sag noch mal einer Girls can’t rock! Auf der Zielgeraden gab es dann eine richtige Überraschung, mit einem Album, auf das ich eher zufällig gestoßen bin, aber das bei mir unmittelbar eingeschlagen hat wie eine Bombe. Noch eine Anmerkung: Alben, die ich in den letzten Wochen schon besprochen habe, habe ich in meiner Liste mal außen vorgelassen um micht nicht zu wiederholen, auch wenn sie dort einen Platz verdient hätten, insbesondere <em>Wilco</em> und <em>The Deep Dark Woods</em>. Nun aber genug geredet, hier sind meine zehn Lieblinge plus weitere Empfehlungen:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 10: Dawes – Nothing Is Wrong</span></strong></p>
<p><strong></strong><img class="size-full wp-image-2695 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/nothingiswrong.jpg" alt="" width="250" height="250" />Das neue Album der Kalifornier ist wie eine kleine Zeitreise: Wenn man ihren Alt.Country/Folk Rock hört, fühlt man sich unmittelbar in den Laurel Canyon der Sechziger und Siebziger zurückkatapultiert. <em>The Byrds</em>, <em>CSN&amp;Y</em> oder <em>Jackson Browne</em> lassen grüßen. Dennoch klingt <em>Nothing Is Wrong </em>keinesfalls verstaubt oder wie ein Abklatsch alter Meister, denn <em>Taylor Goldsmith</em> und seine Crew haben durchaus ihren eigenen Stil. Es gibt klassische Rocksongs wie <em>Time Spent in Los Angeles</em>, <em>Coming Back to a Man</em> und vor allem <em>If I Had Someone </em>und schöne, ruhige Lieder wie <em>My Way Back Home </em>oder <em>Million Dollar Bill </em>(das noch ein zweites Mal in dieser Liste auftauchen wird). Dabei beweist das Quartett immer wieder sein Gespür für große Melodien. Erwähnenswert ist auch <em>How Far We’ve Come </em>mit der grandiosen Zeile: The only point of clocks and maps/the only point of looking back/is to see how far we’ve come. Die Krönung ist aber die Pianoballade <em>A Little Bit of Everything</em>, die sehr rührend, aber nie rührselig ist. Einfühlsam erzählt <em>Taylor</em> Geschichten von einem alten Mann, einer zukünftigen Braut und einem Suizidkandidaten. Als der Polizist diesen fragt, warum er von der Brücke springen will, antwortet er: It’s the mountains, it’s the fog/It’s the news at six o’clock, it’s the death of my first dog/It’s the angels up above me, it’s the song that they don’t sing/It’s a little bit of everything. Wer da nicht weint, hat kein Herz.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 9: The Middle East – I Want That You Are Always Happy</span></strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-2696 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/wanthappy.jpg" alt="" width="250" height="250" />Townsville, Queensland ist nun nicht gerade für eine ansehnliche Kulturszene bekannt, da ist es umso erstaunlicher, dass die australische Kleinstadt eine Band wie <em>The Middle East</em> hervorgebracht hat, die vom Sound her auch aus Seattle oder Portland stammen könnte. <em>Happy </em>ist ein erstaunlich abwechslungsreiches, aber doch kohärentes Album. In Anbetracht des Albumstitel ist es schon überraschend, wie düster die meisten Songs sind, z.B. der geisterhafte Auftakt <em>Black Death 1349</em> oder das desolate, gewaltige <em>Mount Morgan</em>, das den Charakter des alten Goldgräberstädtchens sehr treffend einfängt. Dazu gibt es unter anderem feinen Indie Rock wie in <em>Jesus Came to My Birthday Party</em>, leise Akustikmusik wie in <em>Months</em>, ein instrumentales Klavierstück namens <em>Sydney to Newcastle </em>sowie meinen Liebling, <em>Land of the Bloody Unknown</em> das durch Banjo und Slide Guitar verzaubert. Das besondere an <em>Happy </em>ist auch, dass es, abgesehen von einer EP, das einzige Album von <em>The Middle East </em>ist, die sich wenige Monate nach der Veröffentlichung getrennt haben. So schwingt beim Hören auch immer ein bisschen Wehmut mit, wenn man daran denkt, wie viel großartige Musik diese Band noch hätte zustande bringen können.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 8: The Jayhawks – Mockingbird Time</span></strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-2697 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/mocktime.jpg" alt="" width="250" height="250" />Bandreunions sind ja bekanntlich so eine Sache: Allzu oft hat man das Gefühl, dass sich die alten Säcke nur um des Kontostandes willen wieder zusammenraufen und nicht etwa aus einer gemeinsamen Leidenschaft für die Musik. Anders ist es bei den <em>Jayhawks</em>: Ich wüsste keine Reunion, die ich mir mehr gewünscht habe. Wir reden hier schließlich von der perfekten Symbiose aus Power Pop und Country Rock. <em>Big Star</em> meets <em>Buffalo Springfield</em>. In den Neunzigern nahm die Band um <em>Gary Louris</em> und <em>Mark Olson</em> zwei Killeralben auf, <em>Hollywood Town Hall </em>und <em>Tomorrow the Green Grass</em>, inklusive so zeitlos-perfekter Songs wie <em>Waiting for the Sun</em> und <em>Blue</em>. Doch 1995 verließ <em>Olson</em> die Band, bevor <em>Louris</em> sie 2003 endgültig auflöste. 2009 aber nahmen die beiden zusammen das Album <em>Ready for the Flood </em>und im September erschien in alter Besetzung <em>Mockingbird Time</em>. Als ich es einlegte, fühlte ich mich augenblicklich in die Neunziger zurückversetzt, so nahtlos schließt das Album an frühere Großtaten an. <em>Olson</em> und <em>Louris</em> harmonieren immer noch wunderbar miteinander und ihr Talent für unvergessliche Melodien ist ihnen nicht abhanden gekommen, vor allem beim Titelsong kann man nur dahin schmelzen, wenn die beiden „There’s so much color in the sky that’s in your eyes“ singen. Ordentlich gerockt wird natürlich auch: Songs wie <em>Cinnamon Love</em> oder <em>Hey Mr. Man</em> erinnern nicht nur vom Titel her an Neil Young. <em>Pouring in the Rain</em> ist ein hübscher Folksong während <em>She Walks in So Many Ways</em> eher poppig ausfällt. Das elegische <em>Tiny Arrows</em> bezaubert in erster Linie durch Louris’ Gitarrenspiel, das perfekt durch Karen Grotberg am Klavier ergänzt wird. Der Zuckerguss auf dem Kuchen ist der vermehrte Einsatz von Streichern, insbesondere in <em>Black-Eyed Susan</em>. Zugegeben: Neu ist das alles nicht, aber so schön! Endlich ist wieder zusammen, was zusammen gehört.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 7: Middle Brother – Middle Brother</span></strong><strong></strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-2698 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/middlebrother.jpg" alt="" width="250" height="250" />Nimmt eine so genannte Supergroup ein Album auf, ist Vorsicht geboten: Zwar hat das Werk durch die schiere Masse an Talent das Potential, etwas Großes zu werden, aber manchmal stehen sich die talentierten Köpfe auch so im Weg, dass nichts Gescheites dabei raus kommt. Als ich daher hörte, dass die Sänger von <em>Delta Spirit</em>, <em>Deer Tick</em> und <em>Dawes</em> – alles Bands, die ich sehr mag -  ein Album zusammen aufnehmen, war ich fasziniert und skeptisch zugleich. Umso glücklicher bin ich, sagen zu können, dass bei ihrer Kollaboration eine sehr hörenswerte Platte herausgekommen ist. Ein Highlight ist natürlich <em>John McCauleys</em> unverwechselbare Reibeisenstimme, die u.a. das rock’n’rollige <em>Me, Me, Me </em>und das Replacements-Cover <em>Portland </em>versüßt. <em>Matt Vasquez </em>von <em>Delta Spirit </em>steuerte z.B. das vom Fünfziger-Jahre-Pop inspirierte <em>Someday </em>sowie das stark an <em>Ryan Adams</em> erinnernde <em>Blue Eyes </em>bei. <em>Taylor Goldsmith </em>ist für die nachdenklichen Songs verantwortlich, wie etwa <em>Thanks for Nothing</em>, <em>Wilderness </em>und, ja, <em>Million Dollar Bill</em>. Unbestreitbarer Höhepunkt ist jedoch der höchst unterhaltsame Titelsong, für den sich die drei Unterstützung bei Countrysänger <em>Jonny Corndawg</em> geholt haben. Musikalisch betrachtet ist <em>Middle Brother </em>zwar nicht gerade revolutionär, aber es macht einfach verdammt viel Spaß, dieses Album zu hören.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 6: Laura Marling – A Creature I Don’t Know</span></strong></p>
<p><strong></strong><img class="size-full wp-image-2699 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/creature.jpg" alt="" width="250" height="250" /><em>Laura Marling</em> ist, man kann es nicht anders sagen, ein Phänomen: Geboren in Hampshire, England, lernte sie mit fünf Jahren Gitarre spielen. Mit 15 folgten erste Auftritte, mit 16 der erste Plattenvertrag. Und jetzt, mit 21 Jahren, nur 18 Monate nach <em>I Speak Because I Can</em>,<em> </em>veröffentlicht sie ihr drittes Album <em>A Creature I Don’t Know.</em> Das neue Album ist noch einmal eine Steigerung zum vorzüglichen Vorgänger. Während <em>I Speak Because I Can </em>trotz dunkler Momente so unschuldig wie eine Schneelandschaft daherkommt, ist <em>A Creature I Don’t Know</em>,<em> </em>wie der Titel vermuten lässt, düsterer, abgründiger, leidenschaftlicher als der Vorgänger. In den Texten wird geliebt, gestritten und gekämpft als handele es sich um einen Roman von Emily Bronte: Don’t you be scared of me/I’m nothing but the beast/and I’ll call you when I need to feast. Während die Lyrics so poetisch und wunderschön sind wie eh und je, ist die Musik um einiges komplexer als die des Vorgängers. Der Opener <em>The Muse</em> fasziniert durch seinen Jazzeinschlag nebst Banjo, währen <em>The Beast</em> sich von der düsteren Folkballade zum rotzigen Rocksong wandelt. Weitere Höhepunkte sind der tiefschwarze Akustikwalzer <em>Night After Night</em> und das rockige <em>Salinas</em>, bei dem man die brennende Sonne förmlich auf der Haut spüren und den Staub schmecken kann. <em>A Creature I Don’t Know </em>ist ein großartiges, überwältigendes und alles andere als leichtverdauliches Album. <em>Marlings</em> Entwicklung im letzten Jahr ist beachtlich und sie hat die Latte für kommende Alben noch ein Stückchen höher gelegt. Im Grunde kann ihre Karriere nur noch zwei Wege einschlagen: Sie erleidet den kreativen Totalabsturz oder wird die größte Songwriterin ihrer Generation. Ich hoffe auf Letzteres.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 5: Tyler Lyle &#8211; The Golden Age &amp; The Silver Girl</span></strong></p>
<p><strong></strong><a href="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/thegoldenageandthesilvergirl1.jpg"><img class="size-full wp-image-2700 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/thegoldenageandthesilvergirl1.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a>Ich weiß gar nicht so genau, was ich über dieses Album schreiben soll, da <em>Tylers</em> liner notes auf seiner Bandcamp-Seite so dermaßen schön sind, dass alles was ich hier schreibe nur ein müder Abklatsch sein kann. Nur so viel: es ist ein <em>break-up album</em>, ein Album über eine Trennung und einen Neuanfang. Auch wenn sicherlich viel Schmerz in diesen Songs liegt, ist es doch insgesamt ein optimistisches Album, ganz nach dem Motto „It is better to have loved and lost than to never to have loved at all.“ Oder um es mit <em>Tyler</em> zu sagen: „But the world moves on and so do we.“ Dieser „Zwiespalt“ zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen Verlust und Versöhnung findet sich auch in der Musik wieder. Es gibt es die ruhigen, traurigen Songs wie <em>Sorrow</em> (!), aber auch die hoffnungsvollen, lebensbejahenden Songs (klar in der Überzahl) wie der exquisite Titelsong oder <em>California</em>. Nicht zu vergessen <em>The Wine Maker’s Love Song</em>, eins der schönsten Liebeslieder des Jahres. Besonders reizvoll finde ich die hübschen, dezenten Arrangements, die neben Gitarre und Banjo auch Flöten, Streicher und Trompete beinhalten. <em>The Golden Age &amp; The Silver Girl </em>ist ein<em> </em>rundum gelungenes Album. Mein Wunsch ist: Lest die liner notes und lasst euch verzaubern, holt euch das Album und teilt es mit allen, die gerade jemanden verloren haben. <em>He’ll sing us a song and it will make us feel better.</em></p>
<p style="text-align: center;"> <strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 4: The Low Anthem – Smart Flesh</span></strong></p>
<p><strong></strong><img class="size-full wp-image-2642 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/smartflesh.jpg" alt="" width="250" height="250" />Jedes Mal, wenn ich ein Album von <em>The Low Anthem</em> höre, möchte ich vor Freude weinen, weil es so schön ist. Das ist auch bei <em>Smart Flesh</em> nicht anders. Einen Pluspunkt gibt es schon mal dafür, dass sie ein neues „Instrument“ in die Musikwelt eingeführt haben: Die leerstehende Pastasaucenfabrik. Dort nämlich wurde der Großteil des Albums aufgenommen, was ihm einen besonderen Klang von Weite verleiht. Ich weiß gar nicht, welchen Song ich am liebsten mag: Den Country-Walzer <em>Apothecary Love</em>, den Seventies-Rocker <em>Hey, All You Hippies!</em>, oder das karge <em>I’ll Take Out Your Ashes</em>? Oder doch das bewegende <em>Ghost Woman Blues</em> mit dem betörenden Chorgesang? Nicht zu vergessen das krachende <em>Boeing 737</em>, der vielleicht beste Song über 9/11: I was in the air when the towers came down in a bar on the 84th floor/I bought Philip Petit a round and asked what his high wire was for/He said ‘I put one foot out on the wire, one foot straight into heaven’/as the prophets entered boldly into the bar on the Boeing 737. Auch wenn das Album nicht ganz mit <em>Oh My God, Charlie Darwin</em> von 2009 mithalten, faszinieren <em>The Low Anthem</em> immer wieder durch die wunderbaren Arrangements und das großartige Songwriting. Bitte, bitte, nehmt noch ganz viele Alben auf.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 3: PJ Harvey – Let England Shake</span></strong></p>
<p><strong><img class="size-full wp-image-2640 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/letenglandshake.jpg" alt="" width="250" height="250" /></strong>Ich muss jetzt mal ein peinliches Geständnis machen: Dies ist meine erste Platte von <em>PJ Harvey</em>, aber, zu meiner Verteidigung, bestimmt nicht die letzte! Der Titel ist Programm, denn das Album ist erschütternd, überwältigend, verstörend und doch leicht zugänglich. Das zentrale Thema ist der Krieg: Auch wenn es Anspielungen auf die Invasion von Gallipoli gibt, dreht es sich nicht um einen bestimmten Konflikt sondern um Krieg im Allgemeinen. <em>Harvey</em> bedient sich der Stimme der Soldaten, um die Grauen des Kampfes darzustellen, teilweise mit erschreckender Deutlichkeit, wie in <em>The Words That Maketh Murder</em>: I’ve seen and done things I want to forget/I’ve seen soldiers fall like lumps of meet/Blown and shot out beyond belief/Arms and legs were in the trees. “What if I take my problem to the United Nations?”, fragt der unbekannte Soldat und der Hörer ahnt, dass es keinen Unterschied machen würde. <em>Harvey</em> hat ein besonderes Gespür dafür, die Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Trauer ihrer Protagonisten zu vermitteln, auch durch die überwiegend traurige und nachdenklich wirkende, aber dennoch wunderschöne Musik. Eine Ausnahme bildet die völlig deplazierte Trompetenfanfare in <em>The Glorious Land</em>: Mit diesem simplen Mittel schafft Harvey es, den gravierenden Unterschied zwischen Propaganda und Realität zu entlarven. Unvergleichlich.<strong></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong> <span style="text-decoration: underline;">Platz 2: Gillian Welch – The Harrow &amp; The Harvest</span></strong></p>
<p><strong></strong><a href="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/theharrowandtheharvest.jpg"><img class="size-full wp-image-2645 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/theharrowandtheharvest.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a>An diesem Album ist einfach alles großartig, sogar das Cover. Nach acht Jahren Pause meldet sich <em>Gillian Welch</em> endlich zurück, und wie. In Zeiten wo wie gesagt selbst die <em>Felice Brothers</em> Richtung Elektro gehen, fand ich es sehr angenehm, ein so ursprüngliches Album zu hören. <em>The Harrow &amp; The Harvest</em> ist fast wie eine kleine Zeitreise in die Frühzeit amerikanischer Musik, die Zeit von Country und Bluegrass, von den <em>Stanley Brothers</em> und <em>Bill Monroe</em>. Wieder mit dabei ist <em>Welchs</em> langjähriger Partner <em>Dave Rawlings</em>, mit dem sie immer noch perfekt harmoniert. Es ist ein sehr ruhiges Album geworden, fast ausschließlich mit Gitarre und Banjo arrangiert, ein sehr trauriges noch dazu, auch wenn sie durchaus zu trockenem Spott in der Lage ist wie etwa <em>The Way the Whole Thing Ends</em>. Man findet nicht oft Alben, die ein so durchgängig hohes Niveau haben. Auf <em>The Harrow &amp; The Harvest</em> gibt es nicht einen schlechten oder auch nur mittelmäßigen Song, sei es das düstere <em>Dark Turn of Mind</em>, das übermütige <em>Six White Horses</em> oder das herzzerreißende <em>Hard Times</em>. Mein persönlicher Favorit ist <em>Down Along the Dixie Line</em>, das sehr an Klassiker wie <em>Carry Me Back to Old Virginia</em> oder <em>White Dove</em> erinnert und so schön ist, das man am liebsten auf der Stelle nach Nashville, Jackson oder New Orleans fliegen möchte. Ein Album, das so einzigartig ist wie ein Faulknerroman.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Platz 1: Southeast Engine &#8211; Canary</span></strong></p>
<p><strong> </strong><img class="size-full wp-image-2638 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/Canary.jpg" alt="" width="250" height="250" />Ich mag Konzeptalben. Und ich mag amerikanische Geschichte. Wenn eine Band es also schafft, beides miteinander zu verbinden, hat sie schon mal einen Stein bei mir im Brett. Letztes Jahr mussten sich <em>Titus Andronicus</em> mit <em>The Monitor</em>, ihrem Punk-Rock-Epos über den amerikanischen Bürgerkrieg, in meiner Bestenliste nur <em>Sufjan Stevens</em> geschlagen geben und dieses Jahr hat es ein Konzeptalbum auf Platz eins geschafft. Auf <em>Canary </em>befassen sich <em>Southeast Engine </em>mit der Great Depression, oder genauer gesagt damit, wie eine Familie im ländlichen Ohio diese erlebt. Nachdem ich das Album zum ersten Mal gehört habe, wollte ich einige Tage nicht schlafen oder das Haus verlassen, weil dies ja bedeutete, mit dem Hören eine Pause einlegen zu müssen. So gut ist es. Trotz des ernsten Themas die Musik ist alles andere als düster und schwermütig, sondern überraschend bunt und abwechslungsreich.</p>
<p><em><img class="size-full wp-image-2643 alignright" style="border: 0pt none; margin: 0px;" src="http://www.11strkidz.de/wp-content/uploads/southeastengine.jpg" alt="" width="249" height="250" />Canary</em> fußt wie <em>The Harrow &amp; The Harvest</em> auf klassischem Americana, scheut aber auch nicht modernere Musik. Es gibt Songs in bester Stanley-Brothers-Manier, zurückhaltend arrangiert mit Geige oder Banjo wie etwa <em>Mountain Child</em> oder das umwerfend schöne <em>Adeline of the Appalachian Mountains</em>. Es wird mitunter aber auch ganz ordentlich gerockt wie in <em>1933 (Great Depression)</em>, das schließlich in die Frage mündet: „What’s so goddamn great about the Great Depression?“ <em>Cold Front Blues</em> fasziniert durch den Bläsersatz, wie auch <em>New Growth</em>, das zudem die schönste Zeile des Albums hat: „Just as nature’s intended, new growth is what I am looking for.“ Am Ende gibt es mit <em>Ruthie</em> noch ein wunderschönes Liebeslied, bevor das Album mit dem traditionellem <em>Sourwood Mountain</em> ausklingt. Ich weiß nicht, ob <em>Canary</em> das beste Album des Jahres ist, aber es ist auf jeden Fall das Album, das mich am meisten berührt hat, sei durch die ergreifende Geschichte, die trotz des historischen Hintergrundes hochaktuell ist, oder die unglaublich schöne Musik. Für mich ist es perfekt.</p>
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<p>Noch einige Alben, die mehr oder weniger knapp an der Top 10 vorbeigeschrammt sind und die ich sehr empfehlen kann:</p>
<p>Bill Callahan – Apocalypse (auch im Studio hat der Mann es drauf!)</p>
<p>A.A. Bondy – Believers</p>
<p>Lucinda Williams – Blessed</p>
<p>Abigail Washburn – City of Refuge</p>
<p>The David Wax Museum – Everything Is Saved</p>
<p>Drive-by Truckers – Go-Go Boots</p>
<p>The Decemberists – The King Is Dead</p>
<p>O’Death – Ourselves</p>
<p>The Deep Dark Woods – The Place I Left Behind</p>
<p>Fruit Bats – Tripper</p>
<p>The Baseball Project – Vol. 2: High and Inside</p>
<p>Josh T. Pearson – Last of the Country Gentlemen</p>
<p>The Head and the Heart – The Head and the Heart (wunderschön melodischer Folk-Pop)</p>
<p>Jason Isbell &amp; The 400 Unit – Here We Rest</p>
<p>Blind Pilot – We Are the Tide</p>
<p>Ryan Adams &#8211; Ashes &amp; Fire</p>
<p>William Elliott Whitmore – Field Songs</p>
<p>Warren Haynes – Man in Motion</p>
<p>Tom Waits – Bad as Me</p>
<p>Megafaun – Megafaun (ich behaupte ja, <em>Megafaun</em> sind die besseren <em>Bon Iver</em>)</p>
<p>Mount Moriah – Mount Moriah</p>
<p>Roadside Graves – We Can Take Care of Ourselves</p>
<p>little hurricane – Homewrecker</p>
<p>Stephen Malkmus and the Jicks – Mirror Traffic</p>
<p>Dum Dum Girls – Only in Dreams</p>
<p>Wild Flag – Wild Flag</p>
<p>Bonnie “Prince” Billy – Wolfroy Goes to Town</p>
<p>Dan Mangan – Oh Fortune</p>
<p>Dolorean – The Unfazed</p>
<p>Kurt Vile – Smoke Ring for My Halo</p>
<p>The War on Drugs – Slave Ambient</p>
<p>Hayes Carll &#8211; Kmag Yoyo (and other American Stories)</p>
<p>The Milk Carton Kids &#8211; Prologue</p>
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